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Strategien zum Dorfumbau in Brandenburg – Auswirkungen des demografischen Wandels auf ländliche Gemeinden

altes, verwittertes Haus aus Ziegelsteinen"Die Folgen des demografischen Wandels stellen die Dörfer vor große Herausforderungen. Aber wir haben auch etwas einzubringen: aktive Bewohner, Infrastruktur in den Orten, das Potenzial der umliegenden Dörfer und einen hochwertigen Naturraum. Da macht es Freude, sich mit dem Thema Dorfumbau zu beschäftigen." (Bernd Brandenburg, Amtsdirektor im Amt Gerswalde für die Gemeinde Milmersdorf, Landkreis Uckermark), Foto: Stadtlandprojekte

Ziel des Projekts

Strukturwandel und zurückgehende Bevölkerungszahlen führen in den ländlichen Regionen Brandenburgs zu umwälzenden Veränderungen: Zunehmender Leerstand im Mietwohnungsbau und in gewachsenen Dorflagen, Abwanderung junger Menschen, Kostensteigerung bei der Daseinsvorsorge stellen Gemeinden vor neue Probleme. Das Pilotprojekt möchte dem eine Strategie entgegenstellen, die das Schrumpfen als Chance begreift und übertragbare Lösungsansätze zur Stärkung ländlicher Siedlungen aufzeigt.

Aufgabe

Vor dem Hintergrund der umfassenden Umbrüche greifen bisherige Entwicklungsstrategien zu kurz. Der gewählte ganzheitliche Forschungsansatz betrachtet daher die prognostizierte demografische Entwicklung im Zusammenhang mit dem örtlichen kommunalen und privaten Wohnbaubestand sowie den vorhandenen Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Im Fokus stehen dabei die Themenfelder Stabilisierung der Wohnfunktion / Steuerung des Rückbaus, Anpassung der Siedlungsstruktur und Erhaltung eines regionaltypischen Ortsbildes. Eingebunden wird diese Betrachtung in einen Prozess, in dem über die Wohnentwicklung hinaus auch die regional möglicherweise unterschiedlich ausgeprägten Potenziale der Handlungsfelder Wirtschaft, technische Infrastruktur und Freiraum einbezogen werden. Ein ausgewogenes, auf die örtliche Situation abgestimmtes Verhältnis zwischen Gebäudeaufwertung, Abriss und Flächenaufwertung soll gefunden werden, damit die Siedlungsstruktur sinnvoll angepasst und die Funktionsfähigkeit der Dörfer gestärkt werden kann. Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort werden hierfür individuelle Strategien und Maßnahmen entwickelt und schrittweise umgesetzt.

Die dargestellten Problemlagen sind auch in anderen ländlichen Räumen im Bundesgebiet anzutreffen. Daher liegt es im Interesse der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, Strategien und Handlungsmuster für eine zukunftsfähige Dorfentwicklung zu erproben.

Umsetzung

Um die Erstellung des Umbaukonzeptes und den Anpassungsprozess praktisch zu erproben, wurden folgende drei Beispieldörfer in Regionen Brandenburgs ausgewählt, die bereits jetzt stark vom Strukturwandel betroffen sind: Groß Pankow (Prignitz), Milmersdorf (Uckermark) und Neupetershain (Oberspreewald - Lausitz).

Der Projektträger initiiert mit den Akteuren vor Ort eine modellhafte Planung, die es ermöglicht, Bausteine zur Stärkung der Dörfer zu definieren und übertragbare Empfehlungen für die konkrete Ausgestaltung des Anpassungsprozesses abzuleiten.

Zum Gelingen des Projektes soll ein engmaschiger Kontakt zu den Beteiligten vor Ort (Verwaltung / Gemeindevertreter, lokale Wohnungs- und Wirtschaftsunternehmen, Träger sozialer Infrastruktur, Einwohner/innen) beitragen. Weiter sind Experten der ländlichen Entwicklung auf Landesebene (Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg und Fachämter der Landkreise) eingebunden und können so Anregungen direkt einspielen und Schlussfolgerungen für sich ableiten.

Zusatzinformationen

Projektträger

Büro STADTLANDPROJEKTE

Ansprechpartner

Büro STADTLANDPROJEKTE
10119 Berlin

Georg Balzer


Telefon 030 440508 66

Cordula Reichelt


Telefon 030 440508 67

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