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Regionales Energiekonzept "Spreewalddreieck"

Typische Kulturlandschaft am Spreewaldrand Mit dem Regionalen Energiekonzept stellen sich die Kommunen Vetschau, Lübbenau und das Amt Burg dem aktuellen Thema des Klimawandels. Es bündelt die bereits vorhandenen Einzelprojekte mit regenerativen Energien oder verbesserter Energieeffizienz und erstellt bis Mitte 2011 erstmals für die Region ein übergreifendes Gesamtkonzept. (Foto: Stadt Vetschau)

Ziel des Projekts

Die drei am Rande des Spreewalds liegenden Kommunen Vetschau/Spreewald, Burg (Spreewald) und Lübbenau/Spreewald möchten mit einer interkommunalen Kooperation Beiträge zur Senkung des Energieverbrauchs, zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen und zum Klimaschutz leisten. Ein öffentlicher Diskussionsprozess soll hierzu wichtige Impulse liefern, die vom regionalen Leitbild bis zur Erarbeitung konkreter Projekte reichen werden.

Aufgabe

"Innovative Energieregion Lausitz-Spreewald", so lautet das 2009 beschlossene Leitbild der Planungsregion in Südostbrandenburg, zu der auch die Kleinstädte Lübbenau und Vetschau sowie das durch dörfliche Streusiedlungen geprägte Amt Burg gehören. Die schon seit über 150 Jahren stark von Energieerzeugung geprägte Region möchte hiermit auch in energetischen Zukunftsfragen wie etwa den regenerativen Energien und dem Klimaschutz eine Vorreiterrolle spielen. Ein solcher aktiver Klimaschutz beginnt vor Ort, mit einem Umdenkprozess und Veränderung im Handeln beim Verbraucher und in den Städten. Gerade diese lokale Ebene ist daher für das globale Thema "Energie und Klima" von zentraler Bedeutung. In Kleinstädten und im ländlichen Raum wiederum ist ein überörtlicher Ansatz der wahrscheinlich beste Weg, um den aufwendigen energetischen Umbau zu bewerkstelligen, und die technischen Voraussetzungen, Energieressourcen und Kompetenzen der Region effizient zu bündeln.

Umsetzung

Das "Regionale Energiekonzept Spreewalddreieck" soll das Bindeglied zwischen lokalen, individuellen Maßnahmen und einem überörtlichen eher strategischen Ansatz bilden. Als erster Schritt ist dazu die Erarbeitung eines Leitbildes für die regionale Energiepolitik vorgesehen. Am "Runden Tisch", an dem die verschiedenen berührten Interessengruppen zusammenkommen, wird die inhaltliche Konkretisierung und konsensfähige Abstimmung dieses Leitbildes vorangetrieben. Die höchst unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten und Interessen der drei wichtigsten Akteurgruppen Energieerzeuger, Energieversorger und Energieverbraucher werden zudem in drei separaten Arbeitsgruppen thematisiert. Die stufenweise Umsetzung dieses Leitbildes umfasst eine breite Palette von Folgeprojekten, von großräumigen Handlungskonzepten über die Information und Aktivierung der privaten Akteure bis hinzu Vorschlägen für konkrete bauliche Maßnahmen, insbesondere an öffentlichen Immobilien.

Ein besonderes Merkmal des Energiekonzeptes ist, dass es über die energetischen Aspekte im engeren Sinn (Erzeugung, Infrastruktur Verbrauch und Einsparung) weit hinausgeht. Beispielsweise sollen die Handlungsfelder Energetische Entwicklung und Entwicklung der Kulturlandschaft konzeptionell miteinander verbunden werden. Die Kulturlandschaft des Spreewalds ist wegen ihrer Bedeutung für die regionale Identität und für die Tourismuswirtschaft besonders wichtig. Sie ist gleichzeitig als Ökosystem und Landschaftsraum sensibel und bedarf der beständigen Pflege, insbesondere zur Freihaltung der offenen Wiesenlandschaft. Die hierbei anfallende Biomasse kann durch die Landwirtschaft nicht im gesamten Umfang genutzt werden, so dass die Energieerzeugung aus Biomasse eine Alternative sein könnte. Die Herstellung von "grünem Gas", beinhaltet eine Chance für umfangreiche Synergieeffekte, um das typische Landschaftsbild des Spreewalds nachhaltig zu bewahren, Erwerbschancen in der Region zu verbessern und den CO2-Ausstoß zu vermindern.

Auch die Einbeziehung der ökonomischen, demografischen und siedlungsstrukturellen Bedingungen einer tendenziell schrumpfenden Region bettet das Energiekonzept in eine ortsspezifische integrierte Stadt- und Regionalentwicklung ein und soll die Zukunftsorientierung und Überzeugungskraft dieses Konzeptes stärken.

Zusatzinformationen

Projektträger

Stadt Vetschau/Spreewald
Bauamt

Ansprechpartner

Stadt Vetschau/Spreewald
Bauamt

Schlossstraße 10
03226 Vetschau/Spreewald

Stephan Pönack


Telefon 035433 777-11
B.B.S.M.
Brandenburgische Beratungsgesellschaft
für Stadterneuerung und
Modernisierung mbH

Behlertstraße 3 a
14467 Potsdam

Rainer Blank


Telefon 0331 28997-34

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