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Stadt auf Probe – Wohnen und Arbeiten in Görlitz

Aufschrift "Wohnung zu klein?..." über einem Foto eines Hinterhauses mit mehreren großen Streetart-Graffitis STADTaufPROBESTADTaufPROBE / WOHNENundARBEITENinGÖRLITZ Quelle: R. Knippschild, IOR-Media / Layout: A. Götze

Ab Januar 2019 wohnen und arbeiten Bewerber aus ganz Deutschland jeweils vier Wochen lang kostenlos in Görlitz. Mit der strategischen Probenutzung von Leerständen durch kreative Akteure wird das Transformationspotenzial von Görlitz als schrumpfender Mittelstadt exemplarisch untersucht. Zentrale Forschungsfrage ist, welche Chancen peripher gelegene Mittelstädte haben, zu zukunftsfähigen Wohn- und Arbeitsstandorten kreativer Milieus zu werden. Angesprochen wurden Personen, die standortungebunden sind, z.B. in der Kreativwirtschaft arbeiten und die durch einen Probe-Aufenthalt für die Stadt Görlitz als Wohn- und Arbeitsstandort begeistert werden sollen.

Für die Zeit des Probe-Aufenthalts bekommen sie Wohn- und Arbeitsräume zur Verfügung gestellt. Betreut werden sie durch einen Ansprechpartner vor Ort, der für alle Fragen zu Räumlichkeiten und Netzwerkbildung zur Verfügung steht. Zudem werden die Probebewohner von einem Forscherteam begleitet, das ihre Eindrücke und Erfahrungen zu Beginn, während und nach dem Aufenthalt festhält. Welches Transformationspotenzial bietet die vom demografischen und wirtschaftlichen (Struktur-)Wandel geprägte Stadt Görlitz, um für junge, kreative Erwerbstätige sowie für Familien ein nachhaltig attraktiver Wohn- und Arbeitsplatzstandort zu werden? Welche Erfahrungen machen die Tester bei Ihrem Aufenthalt in der Stadt? Und was müsste sich aus ihrer Sicht verändern, damit Klein- und Mittelstädte mit vergleichbaren Rahmenbedingungen eine Alternative zu den boomenden Großstädten bieten?

Das experimentelle Projekt „Stadt auf Probe“ schließt an zwei Projekte an, mit denen die Qualitäten des Lebens in Görlitzer Leerständen bereits früher im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik erprobt wurde Probewohnen – Zurück in die Gründerstadt und STADTerPROBEN.

Das probeweise Vorgehen als neues Instrument der Stadtentwicklung wurde dabei für unterschiedliche Handlungsfelder in Stadtumbau und Stadtplanung geprüft, z.B. für das Wohnen in der Innenstadt, den Einzelhandel, den stadtgerechten Verkehr oder die Gestaltung öffentlicher Räume. Das aktuelle Projekt wird unter Leitung von Prof. Dr. Robert Knippschild (IÖR /Dresden) und in Kooperation mit dem Amt für Stadtentwicklung der Stadt Görlitz, der kommunalen Wohnungsgesellschaft „KommWohnen Service GmbH“ sowie den Görlitzer Initiativen KoLABORacja e.V., Kühlhaus e.V. und Wildwuchs e.V. durchgeführt. Gefördert wird es im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) / Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung (BBSR).

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter:
Stadt auf Probe

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