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Interdisziplinarität in der Urbanistik

Zur Person

Name:
Lukas Gilliard

Jahrgang:
1989

Stationen Ausbildung:
2008 – 2011 Bachelorstudium der Stadtplanung an der HafenCity Universität Hamburg
2012 – 2013 Masterstudium im Fach Urban Design an der Cardiff University (Wales, UK)

Derzeitiger Arbeitsplatz/Universitätsstandort der Doktorarbeit

Universität / Fakultät:
Technische Universität München / Fakultät für Architektur

Fachgebiet / Lehrstuhl:
Lehrstuhl für Raumentwicklung

Forschung

Art des Projekts, Status:
Dissertationsprojekt, laufend

Titel(Arbeitstitel):
Interdisziplinarität in der Urbanistik

Themenschwerpunkt Nationale Stadtentwicklungspolitik:
Baukultur

Kurzbeschreibung:
In der Planungstheorie spricht man in der Regel über normative Konzepte, welche ähnlich wie architektonische Strömungen zeitlich aufeinander folgen und somit abgrenzbar sind. Diese Auffassung ist in vielerlei Hinsicht zu hinterfragen. So postulieren postmoderne Planer und Architekten zwar den Unterschied zur Planung der Moderne, die Umsetzung und die damit einhergehende räumliche Auswirkung durch anhaltende starke Flächeninanspruchnahme bleiben aber größtenteils gleich. Daher spricht Selle bereits 1995 von einem Schichten- anstatt einem Phasenmodell für Planungstheorie. Konzepte in der Planung bauten demzufolge aufeinander auf und ergänzen sich. Während Selles Modell ein zeitlich lineares Fortbestehen der Ideen aufzeigt, ergänzt Healey den Gedanken der Veränderung von Planungskonzepten durch internationalen Austausch und der Adaption und Transformation in anderen Kontexten. Daher ist konzeptionell eher von einem relationalen Netzwerk von planerischen Ideen als von Schichten zu sprechen. Dieses Netzwerk ist aufgrund des wachsenden Wissens- und Erfahrungsschatzes zunehmend schwierig für den Einzelnen zur erfassen. Dies spiegelt sich auch in der zunehmenden Diversifizierung von Planungsstudiengängen wider. So sind zu den sieben Diplomstudiengängen der Stadtplanung viele weitere spezialisierte Masterstudiengänge seit Beginn des Bologna-Prozesses hinzugekommen. Damit auch in Zukunft Planer mit unterschiedlichem Vorwissen zusammenarbeiten können und es nicht zu einer Zersplitterung der Planungswissenschaften kommt, muss noch stärker als zuvor das Thema der Interdisziplinarität methodisch untersucht werden. Ziel der Dissertation ist es ein methodisches und organisatorisches Konzept für interdisziplinäre Ausbildungsverfahren in der Stadtplanung zu entwickeln.

Weitere Forschungsvorhaben/-interessen:

  • Theorie und Ausbildung in den Planungswissenschaften
  • Städtebauliche Methoden (und deren Anwendbarkeit auf großräumige Planungen)
  • Wohnen - Arbeiten - Mobilität (Wirkung individueller Standortentscheidungen auf Siedlungs- und Mobilitätentwicklung)

Lehre

Schwerpunkte:

  • Interdisziplinärer Projektunterricht zur Entwicklung räumlicher Strategien
  • Methodenunterricht (Analysieren-Visualisieren-Kommunizieren)
  • Öffentlicher Verkehr als Katalysator für die Stadtentwicklung

Kontakt

Lukas Gilliard
Arcisstraße 21
80333 München
Tel.: +49 89 28922386
E-Mail: l.gilliard@tum.de

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