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Die Produktion von Urbanen Räumen durch Mobilität: Fallstudie Stadtbahn in Berlin

Zur Person

Name:
Paola Alfaro d'Alençon

Jahrgang:
1972

Stationen Ausbildung:
Studium der Architektur u. Städtebau, TU-Berlin (1994-2001); Studium Architektur, Meisterklasse W. Prix Kunstakademie, Wien (1999); Forschungsstipendium, Berlage Institute, Rotterdam und DELFT-University; Forschungsstipendium u. Phd-Programm, P. Universidad Catolica, Santiago, Chile (2006-2009); Promotion an der Technischen Universität Berlin (Co-tutelle de Thesis) seit 2008.

Derzeitiger Arbeitsplatz/Universitätsstandort der Doktorarbeit:
TU-Berlin / Fak. VI; Studienreformprojekt / Planungslabor: Urban Research and Design Laboratory u. HABITAT UNIT- Entwerfen u. Internationale Urbanistik

Forschung

Art des Projekts, Status:
Dissertationsprojekt, laufend Rigorosum

Titel(Arbeitstitel):
Die Produktion von Urbanen Räumen durch Mobilität: Fallstudie Stadtbahn in Berlin

Themenschwerpunkt Nationale Stadtentwicklungspolitik:
Innovative Stadt

Kurzbeschreibung:
In mehreren großen Städten Europas und den Vereinigten Staaten sind Bahnräume wieder zu einem zentralen Anliegen in der Stadt- und der Verkehrsinfrastrukturentwicklung geworden. Dabei können aktuelle Planungsstrategien – wie es die Berliner Fallstudien zur Stadtbahn zeigt – zunächst grob in drei von einander verschieden aber zentralen Perspektiven betrachtet werden:

Bahnräume sollen aktuell zunächst als restrukturierte Bahnhöfe neuen, hoch konzentrierten verkehrlichen Netzknotenpunkten (Hub´s) mit integrativen Verkehrskonzepten entsprechen. Aus einer städtebaulichen Perspektive besteht das Bemühen, erhöhtes Verkehrsaufkommen und Mobilität an wichtigen Verkehrsknotenpunkten adäquat in den Stadtraum zu integrieren. Von einer ökonomischen Projektmanagementvision, lassen sich Bahnräume aktuell mit sogenannten "Flagship"- Projekten assoziieren.

Vor diesem Hintergrund sind Bahnraumrestrukturierungsprojekte durch kontroverse Diskussionen in ihrem Umbauprozess beeinträchtigt. Restrukturierungen werden in bürgerlichen Protestbewegungen als sektoriale Ansätze kritisiert, welche mit einem öffentlichen Service, wie der Bereitstellung von Verkehrsangebot Multi-Akteursprinzipien einer integrativen Stadtentwicklung außer Acht lassen. Die Stadtforschung bemängelt fehlende Analysen die den Bahnraum als ein komplexes Feld verschiedener Ansätze betrachten, bei dem das öffentliche Interesse, die verkehrlichen Optimierungskonzepte und zusätzlichen bahnräumlichen Vermarktungskonzepte stark verwoben sind. Aus dieser Forschungslücke heraus entwickelt sich diese Arbeit, die inhaltlich einen theoretischen Ansatz über sozialräumliche, verkehrliche und kommerzielle Aspekte der aktuellen Bahnrestrukturierungen in vergleichenden Studien zu nationalen und internationale Projekten beinhaltet.

Eine historische Studie der Stadtbahnentwicklung, stellt die wesentlichen Grundzüge der Strukturierungsprinzipien dar. Eine empirische sozial-räumliche Erhebung mit unterstützender Primärliteratur zu ökonomischen Analysen der derzeitigen Stadtbahnentwicklung gibt ein integratives Bild ihrer Ausprägung als Verkehrsträger und städtebauliches Projekt in den Stationen und Bahnviadukten wieder. Zielsetzung der Forschungsarbeit ist:

  • zum Verständnis innerstädtischer Verkehrsräume als wichtige Räume einer post-fordistischen Stadtentwicklung beizutragen
  • Komplexe Dynamiken zeitgenössischer urbaner Bahnraumumgestaltungen in Stationen und Viaduktbereichen und ihre sozial-räumlichen Konsequenzen (Partizipationsprozesse und Aneignungen von städtischen Räumen) zu verstehen

Weitere Forschungsvorhaben/-interessen:

  • Housing-Manufacturing-Water / www.habitat-unit.de/housing_manufacturing_water/index.html ( BMZ/ DAAD)
    Der Projektansatz verfolgt die integrative Entwicklung von wichtigen Handlungsbereichen (Stadtentwicklung, Produktion und Wasserversorgung) zur Verwirklichung entwicklungs- politischer Ziele MDGs in Lehre und Forschung. In einem konsortialen Verbund zwischen der TU-Berlin und Kooperationspartner aus Lateinamerika, Afrika und Idien werden innovative Lösungen im Bereich der Wohnungsversorgung, der Bereitstellung von Trinkwasser und der Generierung von integrativen Produktionsmodellen entwickelt.

Lehre

Schwerpunkte:

  • Stadtumbau im internationalen Vergleich (Europa, USA und in Städten des Südens);
  • Nachhaltige Quartiers,- und Infrastrukturentwicklung und partizipative Planungsprozesse
  • Architektur und Wohnungsbau

Kontakt

Paola Alfaro d'Alençon
Arndtstrasse 40
10965 Berlin
Tel.: 314-21908
E-Mail: paola.alfarodalencon@tu-berlin.de

Zusatzinformationen

Projektträger

  • Alfaro d'Alençon, Paola

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