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Neue Urbanisierungsmuster und Strategien der Siedlungsentwicklung disperser Wachtumsregionen in Entwicklungsländern am Beispiel Nyanza – Ruanda

Zur Person

Name:
Astrid Weisel

Jahrgang:
1970

Stationen Ausbildung:
Architektur, TU München

Derzeitiger Arbeitsplatz/Universitätsstandort der Doktorarbeit:
Technische Universität München, Fakultät für Architektur Forschungsverbund Urbanlandscape; Lehrstuhl für Planen und Bauen im ländlichen Raum/ Nachfolge Prof. Matthias Reichenbach-Klinke

Forschung

Art des Projekts, Status:
Dissertationsprojekt, laufend

Titel (Arbeitstitel):
Neue Urbanisierungsmuster und Strategien der Siedlungsentwicklung disperser Wachtumsregionen in Entwicklungsländern am Beispiel Nyanza – Ruanda

Themenschwerpunkt Nationale Stadtentwicklungspolitik:
Klimaschutz

Kurzbeschreibung:
Die Untersuchung disperser ländlicher Wachstumsregionen und deren Potential für neue Urbanisierungsmuster und Verdichtungsstrategien ist Schwerpunkt dieser Forschungsarbeit. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Entwicklung historisch gewachsener Landnutzungs-, Erschließungs- und Gebäudestrukturen und deren möglichen Transformation. Als Fallbeispiel wird die Region Nyanza in Ruanda – Zentralafrika herangezogen.

Ruanda ist mit einer Fläche von 26.000 km2 nicht nur das kleinste Land Afrikas, sondern weist auf dem Kontinent auch die größte Bevölkerungsdichte auf, die bei 350-400 Einwohnern/km² liegt .Die Urbanisierungsrate ist gering und es gibt wenig verdichtete Ortsstrukturen. 95% der Bevölkerung lebt von der Subsistenzwirtschaft, so dass die Streusiedlung in weiten Teilen des Landes das Erscheinungsbild der Kulturlandschaft bestimmt. Projeziert man die Bevölkerungszunahme von 2,76% im Jahr auf das Jahr 2050, würde eine Dichte von ca. 1200 Einwohnern/km² erreicht sein, so dass das Land langfristig Transformationsprozesse und neue Urbanisierungsmuster entwickeln muss.

These:
Eine neue Erscheinungsform der urbanen Kulturlandschaft basierend auf den endogenen Werten und dem Charakter der traditionellen Streusiedlung, kann für Ruanda ein zukunftsträchtiges Potential darstellen, Erhaltungsstrategien für die ruralen Gebiete zu generieren. Neben der Produktion von Lebensmitteln kann die enge Verknüpfung von Agrikultur und Wohnen Stoffkreisläufe von Nahrung und Abfall kürzer schließen. Das In-Wert-Setzen der Zersiedelung auf der Grundlage von Kreislaufmodellen (Wasser- und Energieproduktion, lokale Wertschöpfungsketten) soll dabei der planerische Ausgangspunkt für die Entwicklung von Zukunftsszenarien sein.

Weitere Forschungsvorhaben/-interessen:

  • Planen und Bauen im globalen Kontext:

    • Sqatter Upgrading informeller Siedlungen (Mexiko-Stadt)
    • Wiederaufbau nach Naturkatastrophen

Lehre

Schwerpunkte:

  • Neue Entwicklungsdestinationen für touristisch geprägte Orte und Regionen im ländlichen Raum
  • Transformationsstrategien für Gemeinden durch bauliche Interventionen

Kontakt

Astrid Weisel
Arcisstr. 21
80333 München
Tel.: 089 28925015
E-Mail: astrid.weisel@tum.de

Zusatzinformationen

Projektträger

  • Weisel, Astrid

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