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Metropolregion 2.0 oder: Paradoxien der Metropolisierungseuphorie

Zur Person

Name:
Tobias Federwisch

Jahrgang:
1978

Stationen Ausbildung:
2000-2006 Studium der Geographie, Politikwissenschaft und Soziologie an den Universitäten Jena und Edinburgh

Derzeitiger Arbeitsplatz/Universitätsstandort der Doktorarbeit:
Friedrich-Schiller-Universität Jena; Geographie | Sozialgeographie

Forschung

Art des Projekts, Status:
Dissertationsprojekt, abgeschlossen

Titel (Arbeitstitel):
Metropolregion 2.0 oder: Paradoxien der Metropolisierungseuphorie

Themenschwerpunkt Nationale Stadtentwicklungspolitik:
Regionalisierung

Kurzbeschreibung:
In der Wissenschaft scheint ein Konsens darüber zu bestehen, dass es sich bei den Metropolregionen um ein theoretisch gut begründetes Instrument der Regionalentwicklung handelt. Darüber hinaus suggeriert die verhaltene Kritik, dass die Metropolregionen auch in der Praxis ein gelungenes Projekt darstellen. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch auf, dass die Metropolregionen ausgeprägte Problem- und Konfliktfelder berühren und daher schwierig zu konsolidieren sind. Entgegen der offiziellen Darstellungen stellen sie kein gelungenes Projekt, sondern vielmehr ein zu gelingendes Vorhaben dar.

Wie sehr die Metropolregionen unter dem Imperativ des Gelingens stehen, zeigt das Phänomen der "Metropolregion 2.0". Dieses Phänomen bezeichnet die sich revitalisierende Metropolregion und repräsentiert den praktischen Umgang mit der schwierigen Metropolisierung von Stadtregionen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, weshalb eine Neuauflage der Metropolregionen immer wieder nötig und von den Protagonisten vorangetrieben wird. Es stellt sich zudem die Frage, wozu die so schwer zu konsolidierenden Metropolregionen in den politischen Dokumenten verankert sein müssen.

Zur Beantwortung der Fragen erfolgt zunächst eine Auseinandersetzung mit den steuerungstheoretischen und raumwissenschaftlichen Ansätzen, welche die Diskussionen um die Metropolregionen dominieren. Nach ausführlicher Kritik an diesen Perspektiven werden die Vorzüge der handlungs- und strukturationstheoretischen Sozialgeographie erörtert, die sich für die Konstruktion und Revitalisierung von Metropolregionen interessiert. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, systematisch auf die Schwierigkeiten der Metropolisierung einzugehen, wie sie sich am Beispiel der Metropolregion Mitteldeutschland gezeigt haben. Zudem kann mit dieser Perspektive gezeigt werden, welche Antriebsmotoren für die Konstruktion von Metropolregionen sprechen, woraus der Wille zu deren Revitalisierung resultiert und welche Paradoxien damit verbunden sind.

Weitere Forschungsvorhaben/-interessen:

  • Sozial- und Kulturgeographie
  • Politische Steuerung und Governance-Forschung
  • Image- und Identitätsforschung
  • Qualitative Forschungsmethoden

Lehre

Schwerpunkte:

  • Sozialgeographische Gesellschaftsdiagnose und Sozialtheorie
  • Metropolregionen in Deutschland

Kontakt

Tobias Federwisch
Löbdergraben 32
07743 Jena
Tel.: 0364 1948846
E-Mail: Tobias.Federwisch@uni-jena.de

Zusatzinformationen

Projektträger

  • Federwisch, Tobias

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