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Re-Imaging Belfast.Stadtentwicklung und symbolische Bedeutungen des Raums in der post-conflict city

Zur Person

Name:
Henriette Bertram

Jahrgang:
1981

Stationen Ausbildung:
2001 – 2007 Studium der Kulturwissenschaften in Frankfurt (Oder) und Madrid

Derzeitiger Arbeitsplatz/Universitätsstandort der Doktorarbeit:
Universität Kassel, Fachbereich Architektur Stadtplanung Landschaftsplanung; Fachgebiet Ökonomie der Stadt- und Regionalentwicklung

Forschung

Art des Projekts, Status:
Dissertationsprojekt, laufend

Titel (Arbeitstitel):
Re-Imaging Belfast.
Stadtentwicklung und symbolische Bedeutungen des Raums in der post-conflict city

Themenschwerpunkt Nationale Stadtentwicklungspolitik:
Zivilgesellschaft

Kurzbeschreibung:
Friedensprozesse werden für einzelne oder zwischen mehreren Staaten verhandelt. Daher entwickelt sich erst langsam ein Bewusstsein dafür, dass Friedensprozesse und -abkommen auch die Handlungslogiken städtischer Akteure beeinflussen und dass gesamtgesellschaftliche Konflikte innerhalb von Städten wiederum eine eigene Dynamik entwickeln können. In Städten sind die Auswirkungen gesamtgesellschaftlicher Konflikte besonders deutlich auszumachen: Räumliche, soziale und wirtschaftliche Strukturen bleiben auch nach der offiziellen Beilegung zumeist noch lange bestehen. Gleichzeitig wird vermutet, dass sich in der Aufbruchsstimmung nach der Beilegung Gelegenheitsfenster öffnen können, im Rahmen derer innovative Politiken und Projekte durchsetzbar werden.

Nicht nur in der Post-Konflikt-Stadt nimmt der Raum über seine Gebrauchsfunktionen hinausgehende symbolische Bedeutungen – meist unterschiedliche für verschiedene Bevölkerungsteile – ein. In Post-Konflikt-Städten zusätzlich die Frage, wie den sich zunächst unversöhnlich gegenüberstehenden Identitätskonstruktionen, Geschichtsbildern und (Raum-)Bedürfnissen antagonistischer Gruppen entsprochen werden kann. Es ist davon auszugehen, dass sich mit dem Beginn des Friedensprozesses die Bedürfnisse und Ansprüche an den städtischen Raum innerhalb der Stadtbevölkerung zusätzlich ausdifferenzieren, da der Konflikt als alles dominierendes Thema in den Hintergrund tritt und somit auch andere Themen eine Chance auf Öffentlichkeit erlangen. Weiterhin differiert die Fähigkeit der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, sich an die neue Situation anzupassen oder gar von ihr profitieren zu können in der Zeit nach der Konfliktbeilegung stark.

Die Arbeit beschäftigt sich am Beispiel der Stadt Belfast mit der Frage, welche Grundsätze und Leitlinien in der Raumproduktion in Post-Konflikt-Städten verfolgt werden. Es soll Aufschluss darüber gewonnen werden, welche raumbezogenen Bedürfnisse sich in der Post-Konflikt-Zeit durchsetzen und ob bzw. wie die Akteure die vermutete Gelegenheit zur Innovation nutzen (können). Ziel der Arbeit ist es, die symbolischen Bedeutungen, die Raum einnehmen kann, speziell für die Post-Konflikt-Stadt systematisch zu beschreiben und die Handlungslogiken und -spielräume der Akteurinnen der Raumproduktion in der Post-Konflikt-Stadt zu analysieren.

Weitere Forschungsvorhaben/-interessen:

  • Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung in Krisen- und Konfliktsituationen
  • Raumbezogene Identität

Lehre

Schwerpunkte:

  • Stadt- und Regionalökonomie
  • Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung
  • Stadt und Identität

Kontakt

Henriette Bertram
Henschelstraße 2
34109 Kassel
Tel: 0561 804 3070
E-Mail: henriette.bertram@asl.uni-kassel.de

Zusatzinformationen

Projektträger

  • Bertram, Henriette

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