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Programmorientierung der Gemeinden im Stadtumbau aus der Perspektive vertikaler Zielbeziehungen.
Zur Wirkung überörtlicher Vorgaben auf gemeindliche siedlungspolitische Ziele am Beispiel von Stadtumbaukonzepten im Direktionsbezirk Chemnitz

Zur Person

Name:
Dr.-Ing. Christian Strauß

Jahrgang:
-

Stationen Ausbildung:

  • Raum- und Umweltplanung (Universität Kaiserslautern)
  • Stadt- und Regionalplanung (TU Berlin)
  • Promotion an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (Universität Leipzig)

Derzeitiger Arbeitsplatz/Universitätsstandort der Doktorarbeit

Universität / Fakultät:
Universität Leipzig, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Fachgebiet / Lehrstuhl:
Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft (ISB)

Forschung

Art des Projekts, Status:
Dissertationsprojekt, abgeschlossen

Titel(Arbeitstitel):
Programmorientierung der Gemeinden im Stadtumbau aus der Perspektive vertikaler Zielbeziehungen. Zur Wirkung überörtlicher Vorgaben auf gemeindliche siedlungspolitische Ziele am Beispiel von Stadtumbaukonzepten im Direktionsbezirk Chemnitz.

Themenschwerpunkt Nationale Stadtentwicklungspolitik:
Zivilgesellschaft

Kurzbeschreibung:
Der demografische Wandel und die damit verbundene Stadtschrumpfung führen in vielen sächsischen Städten zu städtebaulichen Missständen. Als Reaktion darauf formulieren die Städte im Rahmen des Stadtumbaus Ost Ziele zur Wiederherstellung nachhaltiger Siedlungsstrukturen. Das Handeln der Gemeinden wird dabei durch überörtliche Institutionen des Stadtumbau-Programms beeinflusst.

Die Dissertation untersucht den Zusammenhang zwischen den gemeindlichen siedlungspolitischen Zielen und den überörtlichen Institutionen im sächsischen Stadtumbau. Als Erklärungszusammenhang für diesen situativen und institutionellen Kontext wird der akteurzentrierte Institutionalismus herangezogen.

Ziele sind eines der vier Elemente der Stadtplanung. Es bestehen sowohl Gründe für eindeutige als auch für vage Ziele. Die vertikalen Zielbeziehungen vom Zweck bis zum Handlungsziel ergeben eine Zielhierarchie, die sich in den überörtlichen Vorgaben im Stadtumbau-Programm als hybride Zielhierarchie wiederfindet. Für den Anwendungsfall der siedlungspolitischen Ziele, die sich aus flächen- und gebäudepolitischen Aussagen zusammensetzen, wird ein Kategorienschema entwickelt, mit dem die Stadtumbaukonzepte untersucht werden können.

Der empirische Teil der Dissertation basiert auf einer inhaltsanalytischen Themenanalyse von 24 Stadtumbaukonzepten im Direktionsbezirk Chemnitz. Dabei wird grundsätzlich die Programmorientierung der Gemeinden nachgewiesen. Allerdings formulieren sie eindeutige, vielfach aber auch vage Handlungsziele. Ein Vorrang der gebäude- gegenüber den flächenpolitischen Zielen ist dabei nicht festzustellen.

Im Ergebnis ist im sächsischen Stadtumbau weder ein Vorrang der Eindeutigkeit noch der Vagheit festzustellen. Die sächsischen Gemeinden im Stadtumbau Ost orientieren sich bei der Zielformulierung zwar an den überörtlichen Vorgaben. Zugleich orientieren sie sich aber an den Risiken des demografischen Wandels und der Stadtschrumpfung. Daher wird das Postulat der Ziel- und Risikoorientierung formuliert. Auf dieser Basis werden Handlungsempfehlungen für die überörtlichen raumpolitischen Ebenen gegeben, um das Programm Stadtumbau Ost hinsichtlich der siedlungspolitischen Ziele zu optimieren. Diese Empfehlungen beziehen sich auf die Stadtumbau-Paragrafen, das Förderprogramm sowie die Arbeitshilfe und sonstigen Formen der Betreuung der Gemeinden.

Weitere Forschungsvorhaben/-interessen:

  • Raumbezogenes Ressourcenmanagement
  • Umweltressourcen als Steuerungsobjekt
  • Governance des Raumes im Wandel der Rahmenbedingungen

Lehre

Schwerpunkte:

  • Energie und Raum
  • Flächenmanagement im demografischen Wandel
  • Amphibische Stadtentwicklung

Kontakt

Dr.-Ing. Christian Strauß
Eberswalder Straße 84
15374 Müncheberg
Tel.: +49 33432 82-338
E-Mail: christian_strauss@gmx.de

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