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Hannover City 2020+

Logo von Hannover City 2020 Logo"Hannover City 2020 hat sich zum Ziel gesetzt, die Innere Stadt zu präzisieren. Es geht darum, in einem breit angelegten Dialog mit der Stadtöffentlichkeit ein Konzept zu entwerfen, das die Bild- und Identitätswirkung der City Hannovers verstärkt. (...) Die Ergebnisse dieses Diskurses werden in einem international angelegten städtebaulichen Ideenwettbewerb getestet und anschließend in einen Rahmenplan überführt." (Stadtbaurat Uwe Bodemann); Quelle: Landeshauptstadt Hannover

Das Projekt "Hannover City 2020+" setzt den politischen Auftrag um, ein zukunftsfähiges Innenstadtkonzept zu entwickeln. Dabei erfolgt in einem mehrstufigen öffentlichen Informations- und Beteiligungsverfahren eine breit angelegte Auseinandersetzung über die Zukunft der Innenstadt und ihrer Verflechtungsbereiche.

Ziel des Projekts

Das Projekt "Hannover City 2020+" setzte den politischen Auftrag um, ein zukunftsfähiges Innenstadtkonzept zu entwickeln. Dabei erfolgte in einem mehrstufigen öffentlichen Informations- und Beteiligungsverfahren eine breit angelegte Auseinandersetzung über die Zukunft der Innenstadt und ihrer Verflechtungsbereiche. In einem internationalen städtebaulich-landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb wurden Lösungsvorschläge für ausgewählte Interventionsorte erarbeitet.

Aufgrund des komplexen und außerordentlich anspruchsvollen Vermittlungs- und Beteiligungsverfahrens, das eine von vielen Akteuren gemeinsam getragene Innenstadtentwicklung ermöglichen sollte, wurde "Hannover City 2020+" als Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik gefördert.

Aufgabe

Die Stadt Hannover, insbesondere die Innenstadt, ist in den 1950er Jahren nach dem Leitbild einer gegliederten und aufgelockerten, autogerechten Stadt wieder aufgebaut worden. Der Planungsprozess sollte daher auch Antworten geben, wie mit den überformten Stadträumen zeitgemäß umzugehen ist und die zentralen Funktionen sowie das Wohnen gestärkt werden können.

Mit Hilfe des diskursiven Informations- und Beteiligungsverfahrens sollten Akteure der Innenstadt partnerschaftlich einbezogen, Netzwerkstrukturen entwickelt, private Projekte initiiert, Investitionen gebündelt und Kooperationen gefördert werden.

Umsetzung

Zur Realisierung des anspruchsvollen Projektes wurde ein mehrfach gestuftes Verfahren gewählt. Externe Fachleute (Planungsbüros) begleiteten "Hannover City 2020+". Sie moderierten das Verfahren und haben analytische und strategische Beiträge zu unterschiedlichen Themen der Innenstadtentwicklung verfasst, die auf die vorhandenen Planungen aufbauen und in einen Rahmenplan einflossen. Der Rahmenplan war Diskussionsgrundlage für den öffentlichen Dialog 2009 und Handlungsrahmen für die Auslobung des 2-phasigen Wettbewerbes.

In Startphase 2007 wurden drei prominente Mentoren zur Begleitung von "Hannover City 2020+" als "Anwälte der Stadtgesellschaft" ernannt. Sie luden zu Vorgesprächen verschiedene Interessenvertreter ("Stakeholder") des Innenstadtlebens Hannovers ein, um deren Anliegen kennen zu lernen. Im Herbst 2008 wurden die Hannoveraner über das Projekt informiert und in vier öffentlichen Auftaktveranstaltungen über verschiedene Facetten der Entwicklung von Innenstädten in das Thema eingeführt.

2009 führten drei Innenstadtforen den öffentlichen Dialog mit folgenden Themen fort: "Die lebendige Stadt" (Diskurs zu den Innenstadtfunktionen und -nutzungen), "Die schöne Stadt" (räumliches Profil und zukünftige Gestaltung, erste Vorstellung von Interventionsorten) und "Die aktive Stadt" (Bildung von Partnerschaften zur Realisierung, Konkretisierung und vertiefende Betrachtung der Interventionsorte für den geplanten zweistufigen städtebaulich-landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb). Diesen Innenstadtforen waren jeweils eine Behördenrunde sowie ein Expertengespräch vorgeschaltet.

Daran anknüpfend startete Ende 2009 die erste Phase des Wettbewerbs mit 30 Planungsteams. Ein hohes Maß an Transparenz und die Einbindung der Öffentlichkeit kennzeichnet auch diese Projektphase. So wurden die Zwischenergebnisse für den Gesamtraum der südwestlichen Innenstadt in ihren Grundzügen vor dem Preisgericht in einer öffentlichen Veranstaltung erörtert und die Arbeiten im Anschluss an das Preisgericht öffentlich ausgestellt.

Bis Mai 2010 vertieften 15 Teams für vier ausgewählte Interventionsorte ihre Konzepte.

Die Wettbewerbsergebnisse sowie die strategischen Zielvorgaben des Rahmenplanes und die Ergebnisse der vorangegangenen Projektphasen wurden Bestandteil des Innenstadtkonzeptes "Hannover City 2020+", das Ende 2010/ 2011 den politischen Gremien und der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. 

Um einen möglichst großen Kreis der Bevölkerung in den Planungsprozess einzubeziehen, wurde fortlaufend und ausführlich in der lokalen Presse und auf der Internetseite Hannovers berichtet. Die Innenstadtforen wurden im lokalen Fernsehen übertragen. Während des Innenstadtdialoges 2009 bot ein Online-Forum ein ergänzendes, niederschwelliges Angebot für Interessierte, die Diskussion zur Innenstadtentwicklung konstruktiv zu ergänzen und fortzusetzen.

Fazit

Das Projekt verbindet konventionelle und innovative Elemente in einem umfangreichen, gestuften Beteiligungsverfahren. Die umfassend angelegte Beteiligung der verschiedenen Stadtakteure sowie der Öffentlichkeit wurde sehr positiv in Hannover aufgenommen. Die aufeinander aufbauenden Module erklärten Hintergründe, verdeutlichten die unterschiedliche Argumentationsführung, vermittelten Visionen und eröffneten auch fachfremden Personen Beteiligungsmöglichkeiten. So konnte jeder Interessierte auf verschiedenen Wegen seine Anregungen, Hinweise, Bedenken und Kritik äußern und dem Austausch der Argumente teilhaben. Besonders positiv ist, dass mit dem Projekt ein Nachdenken über die Nachkriegsmoderne und über die zukünftigen Aufgaben der Innenstadt initiiert und auf hohem Niveau geführt werden konnte.
Mit Hilfe dieses ergebnisoffenen Prozesses konnte trotz komplexer Thematik eine "positive Rezeption in der Öffentlichkeit" sowie eine "weitestgehende politischer Zustimmung" erzielt werden. Das Ziel, über verschiedene Formate und Angebote einen möglichst großen Bevölkerungskreis zu erreichen und bei der Entwicklung eines zukunftsfähigen Innenstadtkonzeptes mitzunehmen, wurde erreicht.

Zusatzinformationen

Projektträger

  • Landeshauptstadt Hannover

Ansprechpartner

  • Landeshauptstadt Hannover
    Fachbereich Planen und Stadtentwicklung
    Rudolf-Hillebrecht-Platz 1 30159 Hannover
  • Telefon: 0511 168 44477
  • Telefon: 0511 168-46465

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