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Stadtspieler – Beteiligung spielerisch gestalten

Stadtspieler - Beteiligung spielerisch gestalten Stadtspieler - Beteiligung spielerisch gestalten"Spiele eignen sich wie kein anderes Instrument für die Eröffnung neuer Sichtweisen, das Infragestellen von Routinen und das Ausprobieren von Handlungsalternativen – genau das braucht die Stadtentwicklung!" (Georg Pohl, Netzwerk Agens e.V.); Quelle: Till Brömme

Im Zentrum des Projekts stand die Entwicklung eines Brettspiels, das als innovatives Instrument in Kommunikations- und Beteiligungsverfahren in der integrierten Stadtentwicklung eingesetzt werden kann.

Ziel des Projekts

Im Zentrum des Projekts stand die Entwicklung eines Brettspiels, das als innovatives Instrument in Kommunikations- und Beteiligungsverfahren in der integrierten Stadtentwicklung eingesetzt werden kann. stadtspieler – so der Name des Spiels – lädt zur Mitgestaltung des eigenen Ortes und der eigenen Nachbarschaft ein und kann dadurch konkrete Entwicklungsprozesse initiieren.

Aufgabe

Die Beteiligung unterschiedlicher Gruppen - Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft bis hin zu einzelnen Bürgerinnen und Bürgern - zählt zwar heute zum erklärten Standard in Stadtentwicklungsprozessen, der aber oft noch nicht befriedigend eingelöst werden kann. Immer wieder stellt sich die Frage, wie die zahlreichen Akteure für’s Mitmachen und Einmischen zu gewinnen sind und wie die Kommunikation zwischen ihnen gelingen kann.

Mit seinem spielerischen Ansatz schafft stadtspieler einen leichten Zugang zu Themen der Stadtentwicklung und erhöht die Motivation der beteiligten Personen, miteinander zu diskutieren. Die Grundversion des Spiels, die ergänzt wird durch ein Handbuch und einen Film, ist so angelegt, dass sie auf verschiedenen räumlichen Maßstabsebenen (Region, Stadt, Stadtteil, Nachbarschaft) und in unterschiedlichen thematischen Kontexten (Jugendarbeit, lokale Agenda etc.) anwendbar ist.

Umsetzung

Das als Projekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik entwickelte Spiel baut auf Vorläuferversionen auf, die bereits erfolgreich in unterschiedlichen Städten eingesetzt wurden. Daran anknüpfend könnte das Spiel etwa folgendermaßen aussehen: Auf der Grundplatte einer fiktiven Stadt kneten die Spieler Gebäude, Parks u.a. und werben um Gunst und Besuch der Bewohner. Werden für einen lebendigen Ort mehr Geschäfte gebraucht oder ein origineller Spielplatz? Allein der Bau aus Knete reicht nicht aus, um die Mitspieler in die eigenen Bauten zu locken. Durch Werbung füllen die Spieler ihre Kreationen auch mit Inhalten. Im ständigen Rollenwechsel schaffen sie gemeinsam ihren eigenen Ort aus Phantasie und Strategie! Stück um Stück wächst die Stadt und ihr vielgestaltiges Beziehungsgefüge wird erlebbar. Kommunikation wird hier groß geschrieben. Der spielerisch abgebildete Wunsch - z.B. eines Bürgertreffs, einer alternativen Bank, einer Handwerkersiedlung - könnte so zum Impuls für das nächste gemeinsame Realisierungsprojekt im eigenen Ort werden.

Ergänzt wird das Brettspiel durch ein Handbuch, das die Spielmethode ausführlich darstellt, und durch einen Film, in dem verschieden Spielversionen und –verläufe gezeigt werden. Dieses Set aus Brettspiel, Handbuch und Film soll die Mitwirkenden ermutigen, individuelle Spielversionen für den eigenen Ort und eigenen Kontext zu fertigen. Für jede Spielversion können also das Thema und der Schwerpunkt der spielerischen Auseinandersetzung selbständig festgelegt werden.

Auf dem 3. Bundeskongress der Nationalen Stadtentwicklungspolitik am 25. Juni 2009 wurden Spiel, Handbuch und Film erstmals einer breiten Fachöffentlichkeit vorgestellt und sind seitdem im Verkauf. Ein erster Spielbericht findet sich im Projektjournal auf den Internetseiten der Nationalen Stadtentwicklungspolitik. Für Interessierte bieten die Entwickler von stadtspieler auch Einzelpräsentationen an, auf denen das Spiel und seine Varianten ausprobiert werden kann.

Fazit

Mit stadtspieler haben die Projektbeteiligten ein Instrument entwickelt, das den niedrigschwelligen Zugang zu Themen der Stadtentwicklung ermöglicht. Bei den ersten Einsätzen des Spiels gelang es in beispielhafter Weise, eine Verständigung von Menschen verschiedener Herkunft und unterschiedlicher Professionen herbeizuführen. Interessanterweise beschränkt sich der Anwenderkreis des Brettspiels keineswegs auf den Bereich "Stadtplanung/Stadtentwicklung". Es finden sich hier auch viele "stadtfremde" Organisationen, wie Wissenschaftseinrichtungen, Unternehmensverbände und –beratungen. Grundsätzlich sind sich alle, die das Spiel ausprobiert haben, einig: Stadtspieler eignet sich hervorragend, um mit anderen ins Gespräch über Stadtentwicklung zu kommen und eigene Sichtweisen zu überdenken. Und: Spaß macht es auch! Wer auch mitspielen will, kann Brettspiel, Methodenhandbuch und DVD auf www.stadtspieler.com bestellen.

Zusatzinformationen

Projektträger

  • Netzwerk Agens e.V.

Ansprechpartner

  • Netzwerk Agens e.V.
    Mittelweg 147 20148 Hamburg
  • Georg PohlGeorg Pohl

    Telefon: 0174-3217830
  • Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK)
    Ronald Scherzer-Heidenberger

    04251 Leipzig
  • Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V., Berlin
    Herbert Scherer

    Albrecht-Achilles-Str 65 10709 Berlin
  • Berufsverband der Verkaufsförderer und Trainer e.V. (BDVT)
    Peter Krötenheerdt

    Elisenstraße 12-14 50667 Köln

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