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Zum Glück: Nah am Wasser gebaut! Ein Bündnis für Stadtteilmarketing in Bremen

Schüler zu Besuch - Arbeitsplatz Weserport "Wirtschaft kann wichtige Impulse für die Stadtteilentwicklung geben, wenn sich kleine Betriebe in den Quartieren, Start-Ups in Transformationsgebieten, Kreativwirtschaft und Industriebetriebe besser regional verknüpfen. Davon können alle Beteiligten nur profitieren." (Lars Gerhardt, Gröpelingen Marketing e.V.) Quelle: Gröpelingen Marketing e.V.

Die Zusammenarbeit von drei Stadtteilen soll dazu beitragen, langfristig einer wirtschaftlichen und sozialen Polarisierung entgegenzuwirken. Über Pilotprojekte wurde eine systematische Vernetzung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den drei Quartieren angestrebt. Themen waren die Verbesserung der Übergänge von Schule in den Beruf und die Nutzung des vorhandenen kreativen Potenzials für die Stadtteile

Ziel des Projekts

Wesentliches Ziel war die Überwindung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Polarisierung zwischen den Stadtteilen. Konkret stand dabei der Aufbau von produktiven Netzwerken zwischen Stadtteileinrichtungen (Schulen, Bildungs- und Kultureinrichtungen, lokale Unternehmer) und Unternehmen sowie Einzelakteuren aus der Überseestadt und den Industriehäfen im Fokus. Eine Öffnung der Betriebe in der Überseestadt und im Industriehafen zum Stadtteil Gröpelingen und seinen Institutionen wurde ebenso angestrebt.

Aufgabe

Menschen betrachten ein großes Industrieschiff von einem kleinen Schiff aus Informationsfahrt IndustriehafenInformationsfahrt Industriehafen Quelle: Kultur vor Ort e.V.

Im Rahmen des Projektes wurden Netzwerke zwischen Stadtteileinrichtungen und Unternehmen aufgebaut, wobei eine langfristige und verlässliche Kooperation zwischen den Bildungsinstitutionen und der regionalen Wirtschaft angestrebt wurde. Damit sollte die Ausbildungsqualität der Bildungseinrichtungen verbessert werden. Ebenso wurde eine Zusammenarbeit mit der ansässigen Kreativbranche begründet und durch eine permanente „Kontaktgruppe" gefestigt. Diese setzte sich aus Vertretern der Kreativbranche und kulturellen Einrichtungen aus Stadt und dem Stadtteil Gröpelingen zusammen. Die Öffnung der Betriebe in der Überseestadt und im Industriehafen zum Stadtteil Gröpelingen wurde mittels einer Durchführung von Pilotprojekten zwischen Betrieben und Institutionen des Stadtteils erprobt. In den Pilotprojekten sollten die Schüler für die duale Ausbildung in regionalen Ausbildungsbetrieben begeistert werden. Schulen wurden über Ausbildungsmöglichkeiten und -anforderungen in der Region informiert. Um eine entsprechende Öffentlichkeit und damit Akteure für den Prozess zu gewinnen wurde ein breit angelegtes Marketing über die Stadtteile hinaus initiiert.

Umsetzung

Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung wurden politische und zivilgesellschaftliche Unterstützer für die Arbeit gefunden, die auch an der Umsetzung der Pilotprojekte mitwirken. In beiden Projektclustern wurden in Kooperation mit diesen Partnern diverse Maßnahmen durchgeführt, die als forschende Suchbewegung im praktischen Feld neue Lösungsansätze hervorbringen konnten. In den neu gegründeten Netzwerken wurden jeweils fünf Pilotprojekte identifiziert und anschließend gemeinsam mit den Partnern umgesetzt.
Die vom Netzwerk gesetzten Ziele: Berufliche Ausbildung attraktiver zu machen, Kenntnisse über Berufe zu erhöhen und den Bremer Westen als Ausbildungsregion bekannt zu machen, wurden in einer Evaluation mit an den Projekten beteiligten Schülern überprüft. Um den Output der durchgeführten Maßnahmen „Azubi und Du“ und „HafenBerufsExpedition“ zu erheben, wurden Schüler, die an den Formaten teilgenommen hatten, schriftlich mithilfe eines standardisierten Fragebogens befragt. Insgesamt bestätigen die Antworten der Schüler den regionalen Ansatz des Netzwerks und die entwickelten Formate. Eine Weiterführung der Projektansätze aus dem Cluster „Kreativwirtschaft – transkulturelle Stadt“ erfolgt nun durch das EFRE-Projekt zur Förderung klein- und mittelständischer Unternehmen („Initiative: Gründen vor Ort“).
Insgesamt führten die gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft, Bildungsinstitutionen und Stadtteil entwickelten und durchgeführten Pilotprojekte zu einer stärkeren Verzahnung zwischen den Quartieren Überseestadt, Industriehäfen und Gröpelingen. Die Ergebnisse des Projekts verdeutlichen, dass die Überwindung einer engen sozialräumlichen Fokussierung die lokalen Handlungsspielräume deutlich erweitern kann. Wesentlicher Projekterfolg ist dabei der Aufbau und die Etablierung der notwendigen Kooperationsstrukturen, die weit über übliche nicht-professionelle Netzwerke hinausgehen.

Zusatzinformationen

Projektträger

  • Kultur Vor Ort e.V.

Ansprechpartner

  • Kultur Vor Ort e.V.
    Liegnitzstraße 63 28237 Bremen
  • Christiane Gartner

    Telefon: 0421 619 77 27

Partner

  • Gröpelingen Marketing e.V.
    Lars Gerhardt

    28237 Bremen

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