Navigation und Service

Bürgeraktiengesellschaft Ennepetal

Die Ennepetaler Fußgängerzone zeigt sich schwach frequentiert Die Ennepetaler Fußgängerzone zeigt sich schwach frequentiert"Wirtschaft in der Stadtentwicklung sollte den Schulterschluss zwischen dem lokalen Gewerbe und der Stadt suchen und die Basis für neue, kreative und innovative Impulse in der Stadtentwicklung sein. Wirtschaftlich tragfähige Konzepte sollen positive Effekte für Handel, Gewerbe und Innenstadt erzielen." (Wilhelm Wiggenhagen – Bürgermeister der Stadt Ennepetal), Foto: Stadt Ennepetal

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Gründung einer bürgernahen Stadtentwicklungsgesellschaft. Die Identifikation der Bürgerschaft mit ihrem Zentrum soll hiermit gestärkt werden und gleichzeitig neue Finanzierungsquellen für die (Innen-) Stadtentwicklung erschlossen werden. Die Bürgeraktiengesellschaft Ennepetal (BAGE) wird in dem Prozess erst entwickelt werden. Sie soll durch den Ankauf von Schlüsselimmobilien und die Einführung einer Lokalwährung aktiv werden.

Ziel des Projekts

Das Projekt will die Ennepetaler Bürger und Unternehmer motivieren, sich für den Umbau ihrer Innenstadt einzubringen und diesen aktiv mitzugestalten. Wie in vielen Städten wurde hier auch schon ein umfangreicher Instrumentenkasten zum Umbau und zur Aktivierung der Innenstadt angewendet, jedoch bislang nicht mit den gewünschten Ergebnissen. Der Ansatz besteht darin, über das Engagement der Bürger, die die wesentlichen Nutzer der Innenstadt sind, die entscheidenden Impulse setzen zu können. Bei der Bindung und Suche von Fachkräften der lokalen Gewerbetreibenden ist auch ein funktionierendes Zentrum als weicher Standortfaktor ein gewichtiges Argument. Diese Aspekte sollen im Rahmen einer Stadtentwicklungsgesellschaft gebündelt werden, die beispielsweise Schlüsselimmobilien erwirbt und instandsetzt. Wichtige Schlüsselakteure, wie z.B. die lokale Sparkasse, konnten bereits in den Prozess eingebunden werden.

Aufgabe

Wesentliche Aufgabe ist zunächst die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Projekt, das Einbinden und Auffordern zum Mitmachen im Projekt. Eine Verstetigung des Austauschs der Partner innerhalb der Stadtentwicklungsgesellschaft wird von Seiten der Stadt über entsprechende Arbeitsstrukturen und -treffen zu sichern sein. Nach der Werbe- und Aktivierungsphase geht es darum, die Stadtentwicklungsgesellschaft zu konzipieren. Hierzu sind rechtliche und steuerliche Fragestellungen zu beantworten, bevor die tatsächliche Gründung der erfolgversprechendsten Lösung auf den Weg gebracht werden kann. Die unterschiedlichen Instrumente, wie beispielsweise ein Geschäftsstraßenmanagement, werden im Fortgang des Projekts mit den beteiligten Akteuren entwickelt und zum Einsatz gebracht. Entscheidend bei allen Aktionen wird sein, ein Wir-Gefühl in der Innenstadt zu erzeugen und zu vermitteln, dass die Innenstadtakteure (Bürger, Einzelhändler, Dienstleister) ihren Handlungsraum mitgestalten können. Über positive Aktionen und erste Umsetzungsbeispiele soll es gelingen, weitere BAGE-Partner zu gewinnen.

Umsetzung

Menschen in der Innenstadt Auch bei öffentlichen Veranstaltungen ist die Innenstadt nur für wenige Menschen attraktivAuch bei öffentlichen Veranstaltungen ist die Innenstadt nur für wenige Menschen attraktiv Quelle: Stadt Ennepetal

Arbeitsgrundlage für die Einrichtung der BAGE bildet ein Integriertes Handlungskonzept, das zusammen mit Bürgern, Innenstadtanliegern, Politik und Verwaltung auf den Weg gebracht wird. Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der Idee wird sein, wie viele Akteure dafür gewonnen werden können. Hierfür ist es in der Anfangsphase wichtig, umfassend über den Ansatz zu informieren, die hiermit verbundenen Chancen für die Innenstadt herauszustellen und zum Mitmachen zu motivieren. Die erfolgreiche Umsetzung erster Projekte, wie die Sanierung von Schlüsselimmobilien in der Innenstadt, soll dazu beitragen, neue Mitglieder zu gewinnen. Ein weiterer Ansatzpunkt der Stadtentwicklungsgesellschaft ist es, unter Beteiligung eines lokalen Kreditinstitutes eine Lokalwährung einzuführen, die eine Nachfragebündelung in der Innenstadt gewährleisten soll.

Ein weiteres Pilotprojekt, das im Rahmen seiner Umsetzung mit einer speziellen Währung zur Festigung von regionalen Wirtschaftskreisläufen experimentiert, ist Konstanzer ZukunftsWirtschaft.
>> weitere Informationen

Zusatzinformationen

Projektträger

  • Stadt Ennepetal

Ansprechpartner

Diese Seite

© GSB 5.0 - 2013