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Konstanzer ZukunftsWirtschaft

Konstanz am Bodensee aus der Luft gesehen Wirtschaftsstandort Konstanz am Bodensee"Wirtschaft in der Stadtentwicklung will gemeinsam mit der Kommune innovative Impulse umsetzen, und damit das Gemeinwesen fit für die Zukunft machen." Quelle: Wolfgang Himmel, Geschäftsführer translake GmbH

Eine Konstanzer Unternehmerinitiative engagiert sich für eine nachhaltige Entwicklung in Stadt und Region und will innovative Konzepte und Modelle der zukunftsweisenden Stadtentwicklung vorantreiben. Gleichzeitig wurden die Services der städtischen Wirtschaftsförderung in privat-öffentlichem Zusammenspiel neu geordnet, um lokale Netzwerke und Cluster bei Initiativen zur kooperativen Stadtentwicklung zu unterstützen.

Ziel des Projekts

Die Unternehmerinitiative "Netzwerk:Zukunft:Wirtschaft (N:Z:W)" verfolgt den Nachhaltigkeitsansatz nicht nur im klassischen Umweltschutzbereich. Sie verbindet innovative Unternehmen, die sich selbst in Richtung fairer Handel, faire und transparente Geschäftsmodelle und -praktiken, regionale Wertschöpfung und Beteiligungsmodelle entwickeln wollen und so einen praktischen Beitrag zum Gemeinwesen Stadt leisten. Die Kooperation mit der Stadtverwaltung wurde bereits im Bereich der Stadtplanung (Solarenergie, energieautarker Stadtteil, Mobilität) initiiert und sollte im Rahmen des Projektes auf weitere Bereiche ausgedehnt werden. Trotz unterschiedlicher Handlungslogiken zwischen Verwaltung, Politik und Privatwirtschaft war es das gemeinsame Ziel, neue Formen der Zusammenarbeit zu erproben.

Aufgabe

Aktivitäten der lokalen Wirtschaft, die sich mit zukunftsgerichteten Lösungen für Fragen der Stadtentwicklung beschäftigen.Diese wurden versucht,durch die Stärkung bestehender Initiativen, Netzwerke und Branchencluster wirksam werden. Dabei galt es, private und öffentliche Dienstleistungen mit Wirtschafts- und Stadtentwicklungsbezug so zu gestalten, dass sowohl brancheninterne als auch branchenübergreifende Unternehmenskooperationen stärker gefördert werden. Eine wichtige Aufgabe war hier mitunter, Neugründungen und Ausgründungen aus Hochschulen künftig besser zu unterstützen. Dies sollte insbesondere in Verbindung mit der Neupositionierung eines bestehenden Jungunternehmer-Zentrums umgesetzt werden. Neu war, dass die angebotenen Serviceleistungen keine Einbahnstraße waren, Unternehmen bieten partnerschaftlich ihre Kompetenzen für die Belange einer nachhaltigen Stadtentwicklung (ökonomisch, sozial, ökologisch) an. Im Vordergrund standen dabei innovative Konzepte und Geschäftsmodelle, die auf kommunaler Ebene diskutiert, erprobt und umgesetzt werden sollten.

Umsetzung

Schaubild zum Projekt Die Regionalwährung als ein Baustein der Konstanzer ZukunftsWirtschaftDie Regionalwährung als ein Baustein der Konstanzer ZukunftsWirtschaft Quelle: Ralph J. Schiel

Die zu Projektbeginn bereits bestehende Unternehmerinitiative wurde als Verein „Netzwerk:Zukunft:Wirtschaft“ etabliert und in der Öffentlichkeit mit einer klaren Mission präsentiert. Der über die Projektlaufzeit auf 23 Mitgliedsunternehmen angewachsene Verein beschäftigt sich vor allem mit Fragen zukunftsfähiger Geschäftsmodelle und nachhaltigen Wirtschaftens. Workshops, Fachtagungen und Netzwerktreffen dienten der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie dem Austausch von Akteuren der Stadtentwicklung. Zudem setzte sich der Verein für verschiedene soziale bzw. umweltbezogene Themen in und um Konstanz ein. Besichtigungen bei nachhaltig beispielhaft wirtschaftenden Unternehmen, an denen auch interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen konnten, dienten dazu, neue Ideen und deren Umsetzung zu verbreiten.

Die Kooperation der Netzwerke cyberLAGO und BioLAGO untereinander sowie mit dem Technologiezentrum Konstanz und der Stadt Konstanz (v.a. Wirtschaftsförderung) wurden während der Projektlaufzeit vertieft und die Kommunikation verstetigt. Zur besseren Zusammenarbeit wurde eine sog. Netzwerkplattform konzipiert, die auf drei Ebenen agiert (technisch, personell und inhaltlich). Neben einem grundsätzlichen Erfahrungsaustausch und der Möglichkeit von Einsparungen konnten durch die Zusammenarbeit der Netzwerke verschiedene Erfolge verbucht werden, wie bspw. die Aufnahme von cyberLAGO und BioLAGO in die clusterpolitische Exzellenzmaßnahme „go cluster“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie oder auch die Neubelebung des Gründernetzwerkes in Koordination durch das Technologiezentrum Konstanz. Weiterhin wurde die räumliche Neuausrichtung des Technologiezentrum Konstanz vorangetrieben.

Weitere Pilotprojekte, die sich mit der Einführung einer Lokal- bzw. Regionalwährung beschäftigen, sind die Bürgeraktiengesellschaft Ennepetal und die Grüne Energie-Region Heide.

>> weitere Informationen zur Bürgeraktiengesellschaft Ennepetal
>> weitere Informationen zu Grüne Energie-Region Heide

Zusatzinformationen

Projektträger

  • Wirtschaftspioniere fair & regional e.V. i.Gr.

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