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Vernetzung gestalten in Bocholt

Ansicht auf die Entwicklungsgesellschaft Bocholt Vernetzung gestalten in BocholtHaus der Integration Quelle: Lukas J. Kwiatkowski/ EWIBO

Zivilgesellschaft und öffentliche Hand machen sich gemeinsam stark für Integration. Ehrenamtliche sollen in der Stadtentwicklung von Bocholt strukturierter eingebunden werden. Im offenen Dialog werden gemeinsam neue Partizipationsstrukturen aufgebaut.

Idee und Ziele

Viele unterschiedliche zivilgesellschaftliche und öffentliche Akteure engagieren sich bereits in der Bocholter Integrationsarbeit. Mit der Zuwanderung von Geflüchteten hat dieses Engagement eine neue Dimension erfahren. Ein Anlass, um neue Wege der Partizipation von zivilgesellschaftlichen Akteuren in Fragen der Stadtentwicklung zu erproben. Ziel ist es, das vorhandene ehrenamtliche Potential zu strukturieren und zu verstetigen. Denn Integration im lokalen Umfeld kann langfristig nur gelingen, wenn alle Ressourcen – ob ehrenamtlich oder öffentlich – gebündelt werden. Zielsetzung ist es, Teilhabemöglichkeiten für Migrantinnen und Migranten zu schaffen und eine gelebte Willkommenskultur zu etablieren. Dazu wurden verschiedene Partizipationsformen und -strukturen entwickelt und aufgebaut.

Umsetzung

In einem Integrationsnetzwerk, das aus sieben thematischen Foren bzw. Runden Tischen besteht, werden spezifische Unterstützungsbedarfe, Schnittstellen und Integrationsmaßnahmen erörtert. Ein strukturierender Rahmen wird durch das Integrationskonzept der Stadt Bocholt gegeben, das die folgenden sieben Themenschwerpunkte beinhaltet: Sprache, Arbeit & Beruf, Bildung & Erziehung, Kultur & Glaube, Nachbarschaft & Wohnen, Sport & Gesundheit und Ehrenamt.

Im Rahmen eines ersten Kongresses mit dem Themenschwerpunkt „Integration von geflüchteten Menschen“ im April 2016, der mit über 300 Teilnehmern auf ein sehr großes Interesse stieß, wurden Foren zu diesen Themen initiiert. Es entwickelte sich ein offener stadtgesellschaftlicher Diskurs, der unterschiedliche Akteure aus Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammengebracht hat. Es entstanden Strukturen und konkrete Projekte in den unterschiedlichen Themenfeldern. Mittlerweile tagen nicht mehr alle sieben Foren regelmäßig. Das Forum zur Sprache sowie Kultur & Glaube trifft sich noch regelmäßig 3-4 Mal jährlich. Die Runden Tische Arbeit & Beruf und Bildung & Erziehung wurden zwischenzeitlich zusammengefasst und werden nun unter dem Namen Bildung, Erziehung & Arbeit weiter fortgeführt. Der Runde Tische Sport & Gesundheit tagt nur noch bei Bedarf. Die restlichen Runden Tische wurden beendet bzw. sind in andere Projekte übergegangen.

Im Rahmen eines ersten Kongresses mit dem Themenschwerpunkt „Integration von geflüchteten Menschen“ im April 2016, der mit über 300 Teilnehmern auf ein sehr großes Interesse stieß, wurden Foren zu diesen Themen initiiert. Es entwickelte sich ein offener stadtgesellschaftlicher Diskurs, der unterschiedliche Akteure aus Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammengebracht hat. Es entstanden Strukturen und konkrete Projekte in den unterschiedlichen Themenfeldern. Mittlerweile tagen nicht mehr alle sieben Foren regelmäßig. Das Forum zur Sprache sowie Kultur & Glaube trifft sich noch regelmäßig 3-4 Mal jährlich. Die Runden Tische Arbeit & Beruf und Bildung & Erziehung wurden zwischenzeitlich zusammengefasst und werden nun unter dem Namen Bildung, Erziehung & Arbeit weiter fortgeführt. Der Runde Tische Sport & Gesundheit tagt nur noch bei Bedarf. Die restlichen Runden Tische wurden beendet bzw. sind in andere Projekte übergegangen.

Redner mit Mikrofon neben sitzenden Kongressteilnehmern.Kongress "Vielfalt verändert Bocholt" im Dez. 2017 Quelle: Bruno Wansing | Stadt Bocholt

Im Dezember 2017 wurde ein weiterer Kongress zum Thema „Vielfalt verändert Bocholt“ mit rund 150 Teilnehmern durchgeführt. Ziel war es, das Thema der Integration weiterzuentwickeln, so dass der Fokus nicht mehr auf der Zuwanderung von Geflüchteten liegt, sondern explizit die Stadtgesellschaft in ihrer ganzen Vielfalt betrachtet wird.

In diesem Zusammenhang wurde der Wunsch an Politik und Verwaltung gerichtet, die Integrationsbemühungen intensiver auf die Quartiere zu übertragen und die vielfältigen Bocholter Quartiere, Siedlungen und Stadtteile zukünftig zu stärken. Dazu gehört eine Förderung der Identität, die Durchführung von konkreten Projekten vor Ort sowie eine intensivere Verzahnung von Kindergärten und Schulen in den Quartieren. Diese Maßnahmen sollen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, alle Menschen einzubinden und Bocholt weiterhin lebenswert und vielfältig zu gestalten.

Mittlerweile wurde eine Nachbarschaft ausgewählt, in der dies Vorgehen im Rahmen eines Pilotprojekts erprobt wird. Die Nachbarschaft „Hochfeld-Süd“ erstreckt sich entlang der Hochfeldstraße in südlicher Richtung, von der Freizeitanlage Aa-See bis zum VfL 45 Bocholt.

Plangebiet mit Aa-See Sozialraum "Hochfeld-Süd"Sozialraum "Hochfeld-Süd" Quelle: Stadt Bocholt

Ausschlaggebend für die Wahl dieser Nachbarschaft war, dass dort bereits mehrere Themen rund um die Bereiche Kultur, Sport, Bildung, Freizeit und Zusammenleben diskutiert werden und dort zudem eine heterogene Bevölkerung lebt. Der vor Ort entstandene Dialog zu verschiedenen Fragestellungen wird durch eine Partizipationsplattform (www.meinhochfeld.de) und Bürgerversammlungen unterstützt.

Zusatzinformationen

Projektträger

  • Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft der Stadt Bocholt mbH

Ansprechpartner

  • Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft der Stadt Bocholt mbH
    Theodor-Heuss-Ring 19-23 46395 Bocholt
  • Lukas Kwiatkowski

    Telefon: 02871-21765-623
  • Sarah Schult

    Telefon: 02871-21765-276

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