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Arrival Hanau – Ankommen in der Metropolregion gestalten

Ein Stapel Postkarten bedruckt mit "Viele Grüße aus der Ankunftsstadt Hanau" und eine Schale mit Buttons "Hanau Arrival City". Ankunftsstadt HanauAnkunftsstadt Hanau Quelle: Marc Strohfeldt

Ankunftsort mit Tradition: Um Hanau als Ankunftsstadt in der Metropolregion Rhein-Main zu qualifizieren, erarbeitet die Stadt ein Integriertes Handlungskonzept zum Ankommen in der Metropolregion Rhein-Main. Damit soll der oft verwendete, aber bislang noch sehr vage Begriff der „Ankunftsstadt“ mit kreativen Instrumenten erstmals planerisch gefasst werden. Unterstützt wird die Stadt von der ProjektStadt aus Frankfurt.

Zuwanderung hat die Hanauer Stadtgesellschaft über die Jahrhunderte geprägt, Ankommen ist hier seit jeher gelebte Praxis. Heute sorgen eine seit Jahren wachsende Bevölkerung, die verkehrsgünstige Lage im wirtschaftsstarken Rhein-Main-Gebiet, eine Vielzahl an Konversionsflächen und die aus der langen Migrationsgeschichte der Stadt erwachsene große kulturelle Diversität für eine günstige Ausgangslage als Ankunftsstadt. Dennoch stellt sich die Frage, wie das Ankommen in der Stadtgesellschaft für Geflüchtete und andere Zuwanderergruppen vor diesem Hintergrund langfristig erfolgreich gestaltet werden kann. Hierzu erarbeitet die Stadt Hanau gemeinsam mit vielen Partnern einen integrierten Ansatz „Arrival Hanau – Ankommen in der Metropolregion gestalten“. Die ProjektStadt aus Frankfurt steuert diesen Prozess.

Idee und Ziele

Die Vision der Stadt Hanau ist klar formuliert. Das „Ankommen“ von Geflüchteten und anderen Migrantengruppen soll durch entsprechende Wohnangebote und Arbeitsmarktintegration, durch Funktionsmischung und innovative städtebauliche Gestaltung von Freiräumen und Gebäuden erleichtert werden. Dabei sind die bestehenden Einrichtungen und die etablierten Netzwerke ideale Voraussetzungen, um Ankunftsquartiere zu werden.

Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts zum Ankommen in der Metropolregion Rhein-Main werden verschiedene Ansätze miteinander verknüpft: Allgemeingültige Kriterien der integrierten Stadtentwicklung werden mit baulichen und sozialen Aspekten des Konzepts „arrival city“ des britisch-kanadischen Journalisten und Autors Doug Saunders sowie mit einer pragmatischen Sichtweise auf Migration des Konzepts „Mainstreaming Migration“ der Internationalen Organisation für Migration und der Joint Migration and Development Initiative verbunden. Im Ergebnis soll das Integrierte Handlungskonzept die Basis für eine Entwicklung bilden, in der die positiven Auswirkungen von Migration maximiert, die negativen minimiert und ein erfolgreiches Ankommen in Hanau ermöglicht werden.

Umsetzung und Ergebnisse

Das Arbeitsprogramm des Projektes sieht mehrere Schritte vor. Während zu Beginn eine städtebauliche Analyse vorgenommen wurde, fand in einem weiteren Schritt die Untersuchung der vorhandenen Konversionspotentiale statt. Die Analysen und die Weiterentwicklung lokaler Netzwerke sowie die Einbeziehung der Bürger vor Ort stellen weitere wichtige Bestandteile des Konzepts dar. Die Themen Arbeit und Wohnen sowie Integration und Soziales haben sich als entscheidend für ein gelingendes Ankommen herausgestellt. Daher bilden sie auch einen besonderen Fokus bei der Entwicklung möglicher Maßnahmen und Umsetzungsbausteine.

Vor diesem Hintergrund werden verschiedene Nutzungskonzepte und -ideen erprobt und umgesetzt. Die in Hanau lebenden Geflüchteten werden in dem Prozess ebenso eingebunden wie die bereits ansässige Nachbarschaft.

Auf diesem Weg entsteht ein Umsetzungskonzept, aus dem sich spezifische Handlungsfelder und Maßnahmen für die Weiterentwicklung der „Ankunftsstadt“ ableiten lassen und das gleichzeitig als Vorbild für andere Orte der Region dienen kann. Der gesamte Prozess wird von der „Arbeitsgruppe Ankommen“, bestehend aus verschiedenen stadtgesellschaftlichen Akteuren, begleitet.

Zusatzinformationen

Projektträger

  • Stadt Hanau

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