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Sportentwicklungsplanung Göttingen

Bürgerinnen und Bürger Bürgerinnen und Bürger"Die Bürgerbeteiligung an der Sportentwicklungsplanung ist kein wohlfeiles und modisches Accessoire einer ansonsten technisch orientierten Fachplanung. Sie ist Voraussetzung dafür, dass Bedarfe befriedigt werden und Akzeptanz entsteht. Soziale, lokale und sektorale Anforderungen können in einem gut vorbereiteten und strukturierten Prozess besser artikuliert und in Übereinstimmung gebracht werden. Das gilt gerade im Zeichen zunehmender Finanzknappheit." (Thomas Dienberg, Stadtbaurat Göttingen)

Im Bereich Sportentwicklungsplanung werden zur Bürgerbeteiligung üblicherweise standardisierte Haushalts- und Vereinsbefragungen eingesetzt. Die Stadt Göttingen forderte zusätzlich zu dieser Befragung ihre Bürgerinnen und Bürger zu einem direkten Dialog auf, um für den Bereich Sport und Bewegung eine langfristige, bedarfsgerechte und integrierte Konzeption zu erarbeiten. Die klassische sektorale Planung wurde für neue Kommunikationskanäle mit der Bürgerschaft geöffnet.

Ziel des Projekts

Im Bereich Sportentwicklungsplanung werden zur Bürgerbeteiligung üblicherweise standardisierte Haushalts- und Vereinsbefragungen eingesetzt. Die Stadt Göttingen forderte zusätzlich zu dieser Befragung ihre Bürgerinnen und Bürger zu einem direkten Dialog auf, um für den Bereich Sport und Bewegung eine langfristige, bedarfsgerechte und integrierte Konzeption zu erarbeiten. Die klassische sektorale Planung wurde für neue Kommunikationskanäle mit der Bürgerschaft geöffnet.

Aufgabe

ProgrammQuelle: Sportbund Göttingen


Die Sportentwicklungsplanung der Stadt Göttingen wurde 2012 unter Federführung der städtischen Göttinger Sport- und Freizeit GmbH & Co. KG (GoeSF) neu aufgestellt. Zur Fortschreibung des 1997 verabschiedeten Sportkonzepts wurde mit ausgewählten Partnern eine integrierte und kooperative Planung durchgeführt. Dabei konnte das aktuelle Sportverhalten für Göttingen erhoben und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Grundlagen für neue sportpolitische Leitlinien und Zielsetzungen entwickelt werden.
Die folgenden übergeordneten Themen wurden dabei behandelt:

  • Sportförderung & Öffentlichkeitsarbeit,
  • Angebots- & Organisationsentwicklung (mit den Vereinen),
  • Bewegungsräume,
  • Sportanlagen und Sportanlagenmanagement.

Zur Erhöhung der Identifikation der Bürger und Akteure mit der Planung wurden Bausteine der Beteiligung wie Stadtteilforen und kooperative Planung eingesetzt, die für den Sportbereich sehr innovativ sind. Bei der Umsetzung wurde die GoeSF durch den Landesportbund Niedersachsen, den Stadtsportbund Göttingen sowie das Institut für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen/Nürnberg unterstützt.

Umsetzung

TeilnehmerQuelle: Sportbund Göttingen

Der kooperative Planungsprozess ist als mehrstufiges Verfahren angelegt. Betroffene, Nutzer, lokale Experten und politische Vertreter wurden von Beginn an in den Entscheidungsprozess eingebunden:

  • Stadtteilforen: Auf sechs Stadtteilforen im gesamten Stadtgebiet diskutierten Bürgerinnen und Bürger, Vereine, öffentliche Träger und Organisation zunächst ihre Wünsche und Visionen. Jeweils bei einem zweiten Termin erfolgte die Zusammenfassung der Ergebnisse, sodass eine gemeinsame Vision für jeden Stadtteil entstand. In jedem Gebiet wurden Delegierte für den weiteren Verlauf bestimmt.
  • Kooperative Planungsgruppe: In drei weiteren Abstimmungsrunden kamen die Delegierten mit städtischen und politischen Vertretern zu einer kooperativen Planungsgruppe zusammen. Zwischen den Sitzungen fanden weitere Arbeitsgruppentreffen statt. Diese orientierten sich thematisch an den übergeordneten Zielen.
  • Sportentwicklungsbericht: Während der kooperativen Planung wurden die Ergebnisse aus der Bevölkerungsbefragung und die Visionen der Stadtteile diskutiert und bewertet, sodass am Ende ein Maßnahmenkatalog entstanden ist. Diese Maßnahmen sind Bestandteil des Abschlussberichtes, der online verfügbar ist. Auf Grundlage des Berichts wurde das Sportkonzept der Stadt Göttingen fortgeschrieben. Die Ergebnisse werden darüber hinaus in der Überarbeitung des Flächennutzungsplans berücksichtigt werden.
  • Ausblick: Zur Verstetigung des Verfahrens der Bürgerbeteiligung wurde im Herbst 2013 eine Rückkoppelungsveranstaltung durchgeführt, bei der sich die am Verfahren beteiligten Bürger über die Ergebnisse und den Stand der Umsetzung informieren konnten.

Fazit

Mit den Stadtteilforen konnten über 700 Ideen generiert werden, die dann sortiert und gewichtet wurden. Den übergeordneten Zielen (optimierte finanzielle Sportförderung, verbesserte organisationale Strukturen im Verein, Information und Marketing im Sport, profilierter Leistungssport für die Sportstadt Göttingen sowie Nachhaltige Fortführung der Sportentwicklungsplanung) wurden dann in der kooperativen Planungsphase Maßnahmen mit einem Zeithorizont für die Umsetzung zugeordnet. Die bereits abgeschlossene Sportentwicklungsplanung berücksichtigt diese Ziele und Maßnahmen in hohem Maße. Erste kurzfristig realisierbare Projekte wie beispielsweise die Bündelung der Informationen zum Sportangebot in der Stadt in einem Online-Sportstadtplan wurden bereits umgesetzt. Größere Projekte wie z.B. zwei zusätzliche Sporthallen und eine weitere Funsporthalle wurden als langfristige Ziele aufgenommen und werden auch für das Aufstellungsverfahren des FNP von Belang sein.

Zusatzinformationen

Projektträger

  • Göttinger Sport und Freizeit GmbH & Co. KG

Ansprechpartner

  • Göttinger Sport und Freizeit GmbH & Co. KG
    Windausweg 60 37073 Göttingen
  • Telefon: 0551 50709142

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