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Sozial-integrativer Triathlon Berlin-Hohenschönhausen

Teilnehmer des ersten Triathlons am 27. Juni 2009 Triathlon"Es geht darum, über den Sport zu einer Stadt zu finden, in der man Verschiedenheit friedlich leben kann." (Wolfgang Thierse, Bundestagsvizepräsident und Schirmherr des Projekts); Quelle: Chaled Schmidt

Sportereignisse können Menschen verbinden, und aus der Begeisterung für die Sache kann längerfristiges Engagement entstehen. Um dieses Potenzial des Sports für die Stadtentwicklung zu mobilisieren, soll in Berlin-Hohenschönhausen ein Triathlon als jährliches Sportevent etabliert werden.

Ziel des Projekts

Sportereignisse können Menschen verbinden, und aus der Begeisterung für die Sache kann längerfristiges Engagement entstehen. Um dieses Potential des Sports für die Stadtentwicklung zu mobilisieren, wurde im Rahmen des Pilotprojekts in Berlin-Hohenschönhausen ein Triathlon als jährlich wiederkehrendes Sportevent etabliert. Hauptzielgruppe sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Um bereits im Vorfeld eine breite Vernetzung zu erzielen und den Triathlon in den sozialräumlichen Strukturen des Stadtteils zu verankern, wurden in die Vorbereitung und Organisation des Events alle relevanten Stadtteilakteure einbezogen. Die zentralen Anliegen dabei waren und sind es, die soziale Integration in Berlin-Hohenschönhausen zu verbessern und das Zusammenleben zu fördern, Bildungsangebote zu verbreitern und zu optimieren sowie die Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen.

Aufgabe

Die Lebensbedingungen der Menschen in Hohenschönhausen sind sehr unterschiedlich. So ist die Struktur im Projektgebiet äußerst heterogen - sowohl hinsichtlich der sozioökonomischen Situation und kulturellen Wurzeln der Bewohner als auch hinsichtlich des baulichen Bestandes und der sozialen Infrastruktur. Prägend für den Stadtteil sind eine starke Zunahme der Menschen über 65 Jahren und die Abwanderung von Familien mit Kindern im Teenageralter.

Mit dem Triathlon als moderner populärer Sportart hatte das Projekt es sich zur Aufgabe gemacht, das Zusammenleben unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen in Hohenschönhausen zu verbessern und ein insbesondere auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zugeschnittenes Angebot im Bereich Bildung und Gesundheitsförderung zu entwickeln. Gleichzeitig sollte der Triathlon als Brücke für eine bessere Vernetzung der Gemeinwesenakteure und die Mobilisierung bürgerschaftlichen Engagements im Stadtteil dienen. Denn mit der Erschließung des Engagements zivilgesellschaftlicher Einrichtungen, einzelner Bürger und der lokalen Ökonomie sollte der Triathlon im Stadtteil verankert und die Überführung in eine langfristige kommunale bzw. zivilgesellschaftliche Trägerschaft vorbereitet werden.

Umsetzung

Höhepunkte des Projekts waren die jährlichen Triathlonevents, die große öffentliche Aufmerksamkeit erzielten. Seit 2009 findet der Triathlon jährlich statt - und jedes Mal wieder bewiesen und beweisen die Hohenschönhauser ihren großen Sportsgeist.

Die eigentliche Projektarbeit aber findet jeweils zwischen den Wettkämpfen statt. Großer Wert wurde auf den Aufbau von Vernetzungsstrukturen gelegt, die die Einbindung relevanter Stadtteilakteure in die Organisation und Durchführung des Events möglich machen. Hier ging auch das im Stadtteil ansässige Institut für Sportwissenschaft der Humboldt-Universität neue Wege, indem es sich als Projektträger stadtentwicklungspolitischen Belangen öffnete und als Akteur im Sozialraum unmittelbar aktiv wurde.

Die direkte Ansprache der Kinder und Jugendlichen als Zielgruppe des Triathlons übernahmen Studierende der Humboldt-Universität, die in den Schulen im Stadtteil Unterrichtseinheiten zu diversen Themen rund um Sport, Bewegung und Gesundheit anboten. Auch in Zusammenarbeit mit den Jugendfreizeiteinrichtungen vor Ort, mit denen niedrigschwellige Angebote rund um den Triathlon entwickelt wurden, konnten gute Zugänge zu den Jugendlichen hergestellt werden.

Fazit

Große Anstoßwirkung hat das Projekt in Bezug auf die Verknüpfung von sportbezogenen und bewegungsorientierten Angeboten - jenseits des vereins- und verbandsorganisierten Sports – mit der Entwicklung des Sozialraums erzielt. Dem Projekt ist es gelungen, einen Brückenschlag zwischen einer modernen Sportform, sozialer Arbeit und Stadtentwicklung herzustellen und viele Akteure für die Auseinandersetzung mit dem Thema und die praktische Umsetzung zu gewinnen. Nach Abschluss der durch die Nationale Stadtentwicklungspolitik geförderten Pilotphase wird der Triathlon durch den Sportverein Pfefferwerk unter Schirmherrschaft des Bezirks Lichtenberg weitergeführt.

Zusatzinformationen

Projektträger

  • Humboldt-Universität zu Berlin Institut für Sportwissenschaft Abteilung Sportsoziologie

Ansprechpartner

  • Humboldt-Universität zu Berlin
    Institut für Sportwissenschaft
    Abteilung Sportsoziologie

    Konrad-Wolf-Str. 45 13055 Berlin
  • Sebastian Braun

    Telefon: 030 2093-46103
  • Sportverein Pfefferwerk e.V.
    Paul-Heyse-Str. 29 10409 Berlin
  • Jörg Zwirn

    Telefon: 030 67300161
  • Bezirk Lichtenberg von Berlin
    Bezirksbürgermeisterin

    Möllendorffstr. 6 10367 Berlin

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