Alle Neuigkeiten im Blog mehr erfahren

Nationale Stadtentwicklungspolitik

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

Erlauben

Navigation und Service

Bocholt „Spieltextour“

Zur Attraktivitätssteigerung der Bocholter Innenstadt wurde in einem mehrstufigen Beteiligungsverfahren ein Spielraumkonzept erarbeitet. Dadurch konnten neue, vielfältige Räume und Einrichtungen für Spiel, Bewegung, Kommunikation und Kunst geschaffen werden.

Kontext

Blick auf Fußgängerzone Quelle: Stadt Bocholt

Durch den Bau von zwei Einkaufszentren kam es in Bocholt (74.000 Einwohner) zu einer Ausdehnung des Einzelhandelsangebotes am südlichen Rand der City. Zur Sicherung der gesamten Innenstadtentwicklung wurde flankierend dazu die Neuordnung der Fußgängerzone sowie der Verkehrserschließung durchgeführt. Zu den Zielen der Innenstadterneuerung gehören die Stärkung des „Wirtschaftsstandortes Innenstadt“, die Steigerung der Aufenthaltsqualität und die Sicherung des innerstädtischen Wohnens. Alle Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der City wurden unter Mitwirkung vieler Akteure in einem integrierten Handlungskonzept gebündelt.

Projektbeschreibung

Blick auf Rollfeld Quelle: Stadt Bocholt

Bei der städtebaulichen Erneuerung der Fußgängerzonen aus den 1960er und 70er Jahren verfolgte die Stadt Bocholt unter anderem das Ziel die Aufenthaltsqualität für Bewohner und Besucher zu verbessern. Den Belangen von Kindern und Jugendlichen hat man dabei besondere Bedeutung beigemessen. Unter dem Slogan „Spieltextour“ wurde in zwei Phasen die kinderfreundliche Aufwertung von Fußgängerzonen, Grünflächen und Plätzen bearbeitet. Der erste Schritt war ein zweitägiger „Spielevent“. Dabei wurden Spielräume aufgespürt und mit Spielgeräten temporär ausgestattet. An neun Stellen luden Angebote wie Geschicklichkeitsspiele, ein großes Stadtsofa oder Wasserspiele zum Mitmachen ein. Dadurch konnte - auf spielerischer Weise - die Akzeptanz der Standorte untersucht werden und eine Bedarfs- und Standortanalyse durchgeführt werden. Neben Kindern und Jugendlichen waren in diesen kooperativen und prozesshaften Planungsansatz Anwohner, Lehrer, Erzieher, Gewerbetreibende und die zuständigen Fachämter sowie Planer eingebunden.

In einem zweiten Schritt erfolgt seither die Erarbeitung eines Konzeptes zur dauerhaften Einrichtung von Spielmöglichkeiten in der Stadt. Verschiedene aus dem Beteiligungsprozess entstandene Ideen konnten mittlerweile umgesetzt werden. So wurden neun so genannte „Spielpunkte“ in der Innenstadt eingerichtet, zwei Plätze unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen umgestaltet sowie ein bestehender Spielplatz erneuert. Die Maßnahmen werteten die City auf und trugen mit dazu bei, die Innenstadt auch für das Wohnen attraktiv zu halten.

Projektchronologie

JahrEreignis
September 1999Erarbeitung eines integrierten Handlungskonzeptes
September 2000Zweitägiger „Spielevent“ in der Innenstadt
seit 2001Umsetzung verschiedener Maßnahmen

Ziele

Holzspiele im öffentlichen Raum Quelle: Stadt Bocholt

  • Steigerung der Aufenthaltsqualität der Innenstadt, insbesondere für Freizeit und Spiel
  • Kinder- und jugendgerechte Angebote im öffentlichen Raum
  • Sicherung der Wohnfunktion in der Innenstadt
  • Verbesserung der Spielmöglichkeiten von Kindern
  • Ausnutzung von synergetischen Effekten der Aufwertungsmaßnahmen für Bewohner, Besucher, Stadtmarketing und Einzelhandel

Maßnahmen

Blick auf einen Spielplatz Quelle: Stadt Bocholt

  • Integrativer und kooperativer Planungsprozess mit unterschiedlichen Akteursgruppen
  • Umgestaltung von öffentlichen Räumen
  • Durchführung eines zweitägigen „Spielevents“
  • Dokumentation der Veranstaltung in einer Broschüre und einem Videofilm
  • Erstellung und Umsetzung einer Spielraumkonzeption
  • Einbau von neun „Spielpunkten“ in der Innenstadt

Innovationen

In Bocholt gelang es, in einem beispielgebenden Prozess, kinder- und jugendgerechte Stadtgestaltung zu entwickeln und umzusetzen. Das Projekt „Spieltextour“ lebt von der Mitwirkung vieler Akteure. Die Innenstadt gewinnt dadurch gleichermaßen als Wohn-, Spiel- und Einkaufsstandort.

Quellen

  • o. Verf. (o.J.): „spieltextour Bocholt“. Neue Zwischenräume für Spiel und Bewegung, Kommunikation und Kunst in der (Innen)stadt. In: http://www.stadt-t-raeume.nrw.de. o. O.
  • Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW (2002): Nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte umsetzen. Landesweiter Wettbewerb 2000 in NRW. Düsseldorf
  • Garten und Landschaft, Zeitschrift für Landschaftsarchitektur (2004): public design. Heft 4/2004. München (Lageplan)

Weiterführendes

Projektstandort auf Google-Maps: https://goo.gl/maps/h3jwLRDedwC2

Den Projektstandort finden Sie auch unter PLZ: 46395 - Ort: Bocholt - Straße: Gasthausplatz.

Letzte Änderung: 28.06.2017