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In Regensburg trägt ein Zusammenschluss mehrerer Speditionen zur stadtverträglicheren Abwicklung der Güterverkehre durch optimierte Belieferung der innerstädtischen Handels- und Dienstleistungsunternehmen bei.
Kontext
Quelle: BMW AG
Wie in vielen bundesdeutschen Großstädten wird auch in Regensburg (150.000 Einwohner) ein wesentlicher Teil der innerstädtischen Verkehrsprobleme durch Güterverkehr verursacht. In der Innenstadt von Regensburg resultiert dies vor allem aus der hohen Gewerbekonzentration auf nur etwa einem Quadratkilometer Fläche. Die historische Altstadt ist zudem geprägt durch ein System enger verwinkelter Gassen und Straßen. Diese sind jedoch nicht nur die Verkehrswege für den Lieferverkehr, sondern gleichzeitig Aufenthaltsorte von Touristen, Einkäufern und Anwohnern. Auf diese Weise ballen sich hier die unterschiedlichsten Mobilitätsinteressen auf kleinstem Raum.
Nach umfangreichen Erhebungen und Bedarfsanalysen wurde Mitte der 1990er Jahre auf Initiative der BMW-AG und in Kooperation mit Wissenschaft, Wirtschaft und Politik das Citylogistik-Projekt RegLog® ins Leben gerufen. Dadurch konnte der Nutzungskonflikt bedeutend entschärft werden und letztendlich wirkt sich die Verbesserung der verkehrlichen Situation unmittelbar auf die Aufenthaltsqualität der Regensburger Innenstadt aus.
Im Vordergrund stand vor allem das Ziel, den sensiblen Innenstadtbereich durch eine gezielte und effektive Warenausrollung bei Belieferung, Entsorgung und Gütertransport vom Verkehr zu entlasten. Dafür kooperieren mehrere Speditionen aus dem Regensburger Raum miteinander. Die für die Innenstadt bestimmten Sendungen aller beteiligten Speditionen werden gesammelt, sortiert und so routenoptimiert ins Stadtgebiet ausgeliefert. Durch die daraus resultierenden Synergieeffekte lassen sich Einsparungen sowohl bei den Lkw-Fahrten, als auch bei der Zahl der eingesetzten Fahrzeuge erzielen. Verstärkt wird dieser Effekt, indem auf der Rückfahrt Verpackungsmaterialien aus der Innenstadt gebracht und fachgerecht entsorgt werden. Früher notwendige, eigene Entsorgungsfahrten entfallen. So wirkt sich das Projekt nicht nur positiv auf das Stadtbild aus, sondern unterstützt zugleich die Umwelt.
Der umfassende Ansatz dieses City-Logistik-Konzeptes geht weit über das Standard-Angebot des bloßen Bündelungsservice hinaus. Durch die Erweiterung um verschiedene Dienstleistungen wird RegLog® zu einem optimierten Gesamtpaket. Entscheidend unterstützt wird es von der Kooperationsbereitschaft der Projekt-Partner und durch den Einsatz eines modernen Telematiksystems. Dieses Telematiksystem wurde innerhalb eines Modellprojekts entwickelt und eingeführt. Es vernetzt alle RegLog® Partner mit dem Frachtführer und erlaubt eine lückenlose Sendungsverfolgung sowie eine effiziente, weitgehend papierlose Abwicklung der Transportgeschäfte.
Durch diesen Ansatz wird zugleich Verkehr vermieden, die Umwelt entlastet und die Aufenthaltsqualität in der Stadt verbessert.