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Textfassung des Videos "Frische Blicke auf die Stadt - Stadt-Bilder, Stadt-Modelle, Stadt bauen mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft"

Animiert erscheinen Bilder von Jugendlichen und der Titel: "Frische Blicke auf die Stadt"

Impressionen:

Jugendliche sind auf einem Platz versammelt. Original-Ton: "Wir Jugendlichen wir treffen uns hier." Kinder rutschen auf dem Hosenboden einen Abhang herunter. Ein türkisches Mädchen mit Kopftuch spricht in ein Mikrofon: "Das muss man verändern, das ist nicht normal."

Wir sehen Jugendliche in Aktion: Filmequipment tragend gehen sie durch die Stadt, diskutieren an Ihren Treffpunkten und bauen an einem Stadtmodell.

Dazu Kommentar: "Jugendliche sind die Handelnden bei Projekten, die unter dem Namen "Frische Blicke" im Rahmen des Programms Nationale Stadtentwicklungspolitik in Stuttgart und Waiblingen stattfinden. Die Projekte sollen den Diskurs über Stadt anregen. Vermittelt über Medien, Modelle und Text wird der Blick der Jugendlichen auf ihre Stadt gezeigt."

Gabriele Steffen, Projektleiterin, sagt: "Sie sind die künftigen Stadtbürger, bei denen es wirklich darauf ankommt, welches Verhältnis sie haben zu ihrer Stadt, zu ihrem Stadtteil: ob sie sich als Menschen erfahren, die selber etwas bewegen können und etwas produzieren können oder nur als Betrroffene von Entwicklungen, denen sie einfach ausgesetzt sind."

Buchstaben, über einen Stadtplan verteilt, vereinen sich zu dem Text: "Bausteine der Interaktion". Als Text werden die Bausteine dargestellt: Stadt-Bilder, Sprache und Text, Stadtmodelle.

Gabriele Steffen, Projektleiterin: "Eine ganz wichtige Voraussetzung sollte sein, dass die Produkte einen konkreten Sinn haben, etwas, was ein anschauliches Ergebnis ist, was diskutiert wird und auch in die weitere Stadtentwicklung einfließt."

Der Titel "Stadtmodelle" erscheint vor dem Hintergrund eines Architekturmodells von Giebel.

Antje Fritz, Stadtteilmanagement, spricht: "In Giebel ist das interaktive Stadtteilmodell entstanden, das haben wir erst kürzlich bei einem großen Abend der Bürgerinformation vorgestellt, d.h. alle Besucherinnen und Besucher an diesem Abend konnten dieses interaktive Stadtteilmodell ausprobieren."

Im Jugendhaus in Giebel sehen Mädchen zum ersten Mal das fertige Stadtteilmodell, sie erforschen es und diskutieren darüber.
Original-Ton Mädchen: "Für uns Kinder, also für uns Jugendliche machen sie eigentlich nichts gescheites. also finde ich."
Original-Ton Sozialarbeiter: "Und was hätten die Jugendlichen gerne?"

Die Jugendlichen reden durcheinander: "MacDonalds, ein Schwimmbad, ich würde gerne hier ein Schwimmbad hinbauen."

Bilder vom Bau an einem Stadtmodell. Ein Junge versucht, unter Anleitung eines Architekturstudenten, die Häuschen richtig auf dem Modell zu positionieren. Die Position der Häuser muss mit einem gezeichneten Plan von Giebel genau abgeglichen werden.

Martin Kapler, Jugendsozialarbeit, spricht: "Der Giebel hat ziemlich viele Besonderheiten, ist in den 50er Jahren komplett innerhalb von ein paar Jahren hochgezogen worden, als Nachkriegssiedlung und das sieht man auch heute noch an der Struktur. Und deshalb wollten wir ein Modell bauen vom Stadtteil Giebel und uns da an die städtebauliche Struktur annähern. Und dann praktisch dort auch die Potentiale, die in Giebel stecken, herausarbeiten."

Original-Ton des Jungen beim Bauen: "Guck mal, hier würde das gar nicht reinpassen."

Auf dem Bildschirm, der zu dem Modell gehört, sehen wir einen Film-Clip, verschiedene Orte des Stadtteils und Interviews mit Menschen:

Martin Kapler spricht dazu: "Wir haben während dem Bauen immer wieder über Orte gesprochen, die für unsere Kinder wichtig sind, für unsere Besucher wichtig sind, und dann haben wir uns die herausgegriffen und dazu Clips gedreht."

An verschiedenen Stellen im Modell gibt es Schalter, mit denen man einen Film über den jeweiligen Ort starten kann. Die Mädchen probieren das aus und sehen sich einen Clip vom Fußballplatz an.

Filmton: "Die A-Jugend, die geht dann ab 17..."

Martin Kapler spricht: "Ich glaube, das Zentrum davon, das vergisst man immer bei diesen Projekten, dass es nicht nur ergebnisorientiert sein soll, dass es nicht nur drum geht, dass man ein schönes Modell hat, ein Modell hat, das schön anzuschauen ist, sondern dass es im Prinzip einfach nur um den Prozess geht."

Vor dem Panoramabild des Stadtteiles Stuttgart-Hallschlag erscheint der Titel "Film".

An einem Schnittplatz sieht man auf einem Monitor den Titel "Hallschlag TV", es spricht die Filmemacherin Heike Schulz: "Im Stuttgarter Stadtteil Hallschlag haben Jugendliche ein Filmprojekt realisiert, Ziel dieses Filmes war es, Diskussionen anzuregen, er sollte zur Integration beitragen, er sollte die Jugendlichen stärker einbinden in die Prozesse, die jetzt stattfinden."

In Fotos von den Dreharbeiten sehen wir die Jugendlichen bei Dreharbeiten und bei Diskussionen.

Heike Schulz spricht dazu: "Die Jugendlichen hatten eine ganz klare Vorstellung davon, was sie mit diesem Film möchten. Sie wollten das Image ihres Stadtteiles verbessern. Allerdings nicht kritiklos, schönmalerisch, sondern schon die Realität darstellen und auch Fragen aufwerfen in Bezug auf die Zukunft und sich kritisch mit ihrem Stadtteil auseinandersetzen."

Es erscheint der Titel "Poetry Slam" vor Jugendlichen, die in einem Jugend-Clubraum sitzen. Ein Rap-Lehrer spricht mit Ihnen, Zettel mit Worten in der Hand.
Kommentar: "Rap-Battles machen auch die Poesie wieder interessant für Jugendliche. In einem Poetry-Slam-Kurs im Hallschlag spielen Jugendliche mit der Sprache und lernen, ihre Lebenswelt poetisch zu beschreiben."
Original-Ton Jugendliche: "Danke Ono, dafür helfe ich dir."

Ein Jugendlicher zieht einen Würfel aus einem Säckchen:
Original-Ton Jugendlicher: "Die Welt ist wie ein Würfel, sie hat viele Seiten."

Auf einer Bühne sind Mädchen einer Schulklasse beim Theaterspielen, dazwischen Zuschauer. Kommentar dazu: "Der 1. Kulturtag im Hallschlag war ein Forum für die Profis und ein Ansporn für die Neulinge."

Im Bild weitere Ausschnitte aus dem Kulturtag: Bauchtänzerin, Musikgruppe, Jugendliche auf der Bühne nach einer Poetry-Slam-Aufführung. Dazu der Kommentar: "In das Bunte Kulturprogramm wurde auch die Premiere des Filmes Hallschlag-TV eingebunden." Original-Ton Heike Schulz auf der Bühne: "Jetzt wünsche ich Ihnen viel Spaß."

Kurze Ausschnitte aus dem Film Hallschlag TV:
Film-Ton: Eine ältere Dame spricht: "Wer auf der Seite wohnt, der ist schlecht, auf der anderen Seite der ist gut." Eine andere ältere Dame fährt auf dem Fahrrad durch die Stadt, anschließend sieht man sie in einem Raum einer Kunstschule.

Antje Fritz spricht zu den Filmbildern:
"Den Film im Hallschlag, den wollen wir auch noch an verschiedenen Orten zeigen und dann in der Öffentlichkeit diskutieren, auch mit den Jugendlichen, die daran beteiligt waren, aber auch an anderen Orten und vielleicht in anderen Stadtteilen."

Gabriele Steffen spricht:
"In Waiblingen Süd soll das Projekt Geschichte und Geschichten heißen. Waiblingen Süd war einmal die größte Flüchtlingssiedlung in Süddeutschland und hat sich sehr durch Zuwanderung verändert. Da ist geplant, dass Kinder und Jugendliche Reportagen machen, über Menschen, über Orte und diese dokumentieren. Das ist geplant in Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen und da müssen wir uns natürlich nach dem Schuljahr richten. Mit dem Projekt Frische Blicke erproben wir also verschiedene Formen, mit denen Kinder und Jugendliche sich mehr als bisher aktiv an der Stadtentwicklung beteiligen können. Und dies ist ein wichtiger Punkt für die zukünftige Stadtentwicklung in allen deutschen Städten. Deshalb sind die Ergebnisse auch interessant über das Einzelprojekt hinaus."

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