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Nationale Stadtentwicklungspolitik

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Ein schwarz-weißen Luftbild von mehreren Häuserblocks, das zum Teil von großen blau-grünen (Halb-)Kreisen überdeckt wird.

Forschungsprojekte - Die Stadt von übermorgen

Ein Überblick über die Forschungsprojekte und die wichtigsten Erkenntnisse über Zukunftsdiskurse und kommunale Zukunftsthemen.

Stadtentwicklungspolitik muss neben aktuellen Aufgaben und Herausforderungen der näheren Zukunft auch langfristige Entwicklungen in den Blick nehmen. Ziel der Forschungsprojekte Stadt von übermorgen ist es, Orientierung zu schaffen und Gestaltungsspielräume zu definieren. Es geht darum, die Weichen rechtzeitig in die gewünschte Richtung stellen zu können. Unterschiedliche Akteure der Stadtentwicklung sollen ins Gespräch kommen und sich eingeladen fühlen zu debattieren, wie wir morgen und übermorgen leben wollen.

Erstmals wurde mit Fokus auf Stadtentwicklung im deutschsprachigen Raum eine systematische und ganzheitliche Trendsammlung erzeugt und übersichtlich aufbereitet. Die Auswirkungen auf urbane Räume wurden beleuchtet und somit die Grundlage für eine urbanistische Zukunftsforschung gelegt. Für die Auseinandersetzung mit diesen Themen ist ein Methodenkoffer entstanden, der die Akteure mit konkreten Arbeitsmaterialien dabei unterstützt, zukunftsrelevante Fragen zu stellen, langfristige Entwicklungen zu berücksichtigen und politische Prioritäten zu sondieren.

Im Rahmen der Forschung wurde das Trendwissen in vielfältigen Konstellationen auf lokale Kontexte angewendet und mit Akteuren der Stadtentwicklung diskutiert. Die gewonnenen Erkenntnisse, sowohl methodischer als auch inhaltlicher Art, finden Sie detailliert dargestellt in der Publikation „Stadt von übermorgen“

Hier können Sie die Publikation kostenfrei bestellen.

Nachdenken über die Stadt von übermorgen

Die Zukunftsforschung mit ihren Methoden – von mathematischen Prognosemodellen über Trendanalysen und strategischen Roadmaps bis zu langfristigen Szenarioprojekten – ist traditionell stärker im unternehmerischen Umfeld als im öffentlichen Sektor verankert.

Dies erklärt, warum Städte bis heute weniger ein systematischer Betrachtungsgegenstand der Zukunftsforschung sind. Zukunftsforscherinnen und Zukunftsforscher beschreiben zwar Entwicklungen wie „Urbanisierung“ als gesellschaftliche (Mega-)Trends, richten ihr Augenmerk ansonsten aber weniger auf das Gesamtsystem „Stadt“, sondern mehr auf ausgewählte Aspekte, wie zum Beispiel Mobilitätsforschung oder Klimaforschung.

Um diese Lücke zu schließen, stellen die Forschungen zur „Stadt von übermorgen“ ein methodisches Fundament zur Verfügung, auf dem weitergehende und integrierte Analysen zur Zukunft von Städten aufgebaut werden können. Konkretes Ziel des Forschungsprojektes war es, Beiträge für eine Zukunftsorientierung in komplexem Umfeld zu leisten und unübersichtliches Trendwissen zu ordnen. Im Rahmen von interdisziplinären Workshops wurden die Wirkungsweisen der Trends auf verschiedene Stadt- und Raumtypen und Leitplanken für die zukünftige Entwicklung von Kommunen diskutiert.

Ein konkretes Ergebnis ist die umfangreiche Trendsammlung sowie die Bündelung dieser zu kompakten Trendmolekülen.

Zukunftsdiskurse und Arbeitsmaterialien

Im Austausch mit Akteuren der Stadtentwicklung wurde der Bedarf an Arbeitsmaterialien für die Auseinandersetzung mit Zukunft in den Kommunen schnell deutlich. Die Materialien sollen nicht nur zur Durchführung von Zukunftsdiskursen auf kommunaler Ebene einladen, sondern wurden auch mit dem Ziel entwickelt, das Nachdenken über Zukunft in der stadtentwicklungspolitischen Praxis zu verankern. Nebenbei konnten auch Rückschlüsse über die drängenden Zukunftsthemen deutscher Kommunen gezogen werden.

Zentrale Ziele des weiterführenden Forschungsprojekts „Die Stadt von übermorgen – Zukunftsdiskurse und Arbeitsmaterialien“ waren:

  • Ins Gespräch kommen: Diskurse über urbane Zukunft als Stadtentwicklungsinstrument anregen und etablieren.
  • Trendwissen nutzen: Globales Zukunftswissen auf lokale Gegebenheiten anwendbar machen und darüber mögliche Entwicklungen, Zukunftsoptionen und lokale Zukunftsthemen identifizieren.
  • Auf den Raum übertragen: Zukunftsthemen in den Raum projizieren und planerische wie bauliche Auswirkungen von Trends thematisieren.
  • Akteure aktivieren: Werkzeuge für die eigenständige Auseinandersetzung kommunaler Akteure mit Zukunft entwickeln, Handlungsoptionen aufzeigen und Verantwortlichkeiten erzeugen.

Die Entwicklung der Arbeitsmaterialien und deren Zusammenstellung zu einem Methodenkoffer erfolgte in drei Schritten: Einer umfassenden Recherche und Analyse bestehender Ansätze und Methoden für Diskurse über Zukunft, einer Reflektion der Vorgehensweise mit Expertinnen und Experten aus dem Feld der urbanen Zukunftsforschung im Rahmen eines Fachworkshops sowie einer kontinuierlichen qualitativen Erprobung in Kommunen und Weiterentwicklung des Methodenkoffers und der Arbeitsmaterialien.

Bei der Entwicklung der Arbeitsmaterialien wurden von Beginn an zwei spezifische Konstellationen in den Blick genommen. Einerseits die ergebnisoffene Beschäftigung mit Zukunft. Ziel dabei ist, mit Hilfe der Zukunftsdiskurse eine allgemeine Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen anzustoßen. Welche Themen, welche Chancen und Risiken kommen durch die in den Trendmolekülen zusammengefassten Trends auf unsere Stadt zu? Womit sollten wir uns in Zukunft intensiv beschäftigen? Andererseits die auf ein konkretes Thema oder einen konkreten Planungsanlass ausgerichtete Herangehensweise. Ziel dabei ist, sich für eine spezifische Fragestellung mit möglichen Zukünften auseinanderzusetzen. Welche Entwicklungen werden möglich, wenn die Trendmoleküle auf das ausgewählte Thema „prallen“?

Neben inhaltlichen Erkenntnissen zu den drängendsten Zukunftsthemen deutscher Städte konnten auch qualitative Erkenntnissen zu Methoden, Arbeitsmaterialien und Diskursen über Zukunft im Allgemeinen gewonnen werden.

DIE STADT VON ÜBERMORGEN - Zukunftsdiskurse und Arbeitsmaterialien (PDF, 8MB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Die Veröffentlichungen zur „Stadt von übermorgen“ möchten Akteure der Stadtentwicklung ermutigen, das Übermorgen auf die Agenda zu setzen, Zukunftsoptionen auszuloten und Diskurse über urbane Zukunft anzustoßen.