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Nationale Stadtentwicklungspolitik

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Etienne Girardet via Getty Images

Klima- und Umweltschutz

Die Grenzen der Belastbarkeit unserer Welt sind für uns alle offensichtlich. Wie können wir unsere Lebensweise anpassen, damit wir Klima und Umwelt, natürliche Ressourcen, die biologische Vielfalt und gesunde Lebensbedingungen nachhaltig schützen und sichern können? Welchen Beitrag können wir gemeinsam durch eine nachhaltige Stadtentwicklung leisten, um unseren ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu gestalten?

Klimawandel geht uns alle etwas an.

Die Folgen des Klimawandels werden in unserem Alltag immer deutlicher spürbar. Die Temperaturen steigen an, dazu erleben wir verstärkte Wetterextreme wie lange Hitzeperioden, Starkregen und Hochwasser. Die Auswirkungen treffen uns alle bereits jetzt – sie beeinträchtigen nicht nur unser Wohlbefinden, sondern auch unsere Landwirtschaft oder unsere Infrastruktur. Auf der lokalen Ebene kann ein großer Beitrag zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Bekämpfung der Erderwärmung geleistet werden – als Teil einer nachhaltigen Stadtentwicklungspolitik.

Die nationalen und internationalen Klimaschutzziele – Begrenzung der Erderwärmung, Pariser Klimaschutzkonferenz (COP21) und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) – bieten einen starken Rahmen für das konkrete Handeln auf der kommunalen Ebene. Unterstützende Rahmensetzungen und Förderprogramme auf EU-, Bundes- und Landesebene sind dabei unverzichtbar.

Was Städte und Gemeinden für den Klimaschutz leisten können

Städte und Gemeinden verursachen Ressourcenverknappung und klimaschädliche Emissionen zu einem großen Teil – durch Flächenverbrauch und den Ausstoß von CO2 im Rahmen von Energieerzeugung, Gewerbe, Gebäudenutzung und Verkehr. Zum Schutz des Klimas muss der Ausstoß aus diesen Quellen konsequent gesenkt werden, z. B. durch die Produktion erneuerbarer Energien, emissionsfreie Gewerbegebiete und konsequente Kreislauf- und Recyclingwirtschaft, energetische Quartierserneuerung und energieeffizienten Neubau. Hilfreich sind größere Anteile des Fuß- und Radverkehrs und des ÖPNV im Verkehr und gemischt-genutzte Quartiere mit kurzen Wegen. Zusätzlich muss die Ressourcen- und Energieeffizienz gesteigert werden.

Obwohl Klimaschutz und Klimaanpassung Querschnittsthemen sind, hat es sich als hilfreich erwiesen, gesonderte Klimaschutzkonzepte, bzw. Masterpläne für den Klimaschutz mit entsprechenden Zielen und Umsetzungsstrategien (z. B. mit einem Klimaschutzmanagement) zu erarbeiten. Anpassungsmaßnahmen sollen die bereits eingetretenen Folgewirkungen des Klimawandels lindern. Wichtige planerische Maßnahmen bestehen z. B. in der Sicherung von Kaltluftleitbahnen, Rückhalte- und Überschwemmungsbereichen oder in einem System von vernetzten Grün- und Freiflächen, die die Entstehung von Hitzeinseln in innerstädtischen Gebieten zu vermeiden helfen. Eher baulich geprägte Flächen und vernetzte Grün- und Freiflächen sollen systematisch mehrfach genutzt werden. So verringern sich auch in verdichteten Gebieten Versorgungsdefizite und das Stadtklima verbessert sich.

Im Einklang mit Maßnahmen zur Luftreinhaltung, zum Lärmschutz und zum Schutz der Biodiversität können die urbanen Umwelt- und Lebensbedingungen durch integrierte Strategien – etwa der effizienten Flächennutzung, der Gestaltung des öffentlichen Raums oder auch der Architektur – deutlich verbessert werden. Im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik werden insbesondere seit dem Bundeskongress „Städtische Energien“ Fragen des Klimaschutzes und der Klimafolgenanpassung auch auf internationaler Ebene intensiv behandelt.