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Nationale Stadtentwicklungspolitik

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Navigation und Service

Markus Gröteke / EyeEm via Getty Images

Mobilität

Wir alle sind in unserem Alltag ständig mobil. Wie können wir für die verschiedenen Mobilitätsbedürfnisse leistungsfähige, stadt- und umweltverträgliche Angebote schaffen? Wie können die nötigen Wege nachhaltig, ressourceneffizient und nutzerfreundlich organisiert werden? Wie müssen wir dafür unsere Städte und die langlebige Infrastruktur intelligent umbauen?

Auf dem Weg zur Verkehrswende

Die Mobilitätsbedürfnisse in den Städten steigen besonders bei wachsenden Einwohnerzahlen. Dies führt dazu, dass sowohl der Motorisierte Individualverkehr (MIV) als auch Bus und Bahn zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Die Nutzungskonflikte um den begrenzten Straßen- und Verkehrsraum verschärfen sich. Auch gesundheits- und umweltschädigende Verkehrsemissionen wie Lärm, CO2, NOx und Feinstaub steigen – und ebenso wachsen die Zweifel an der Dominanz des MIV im öffentlichen Raum. Nicht nur dort, denn geparkte Autos verstellen auch private Flächen, die nicht als Grün-, Spiel- oder Bewegungsfläche genutzt werden können.

Die weitere Entwicklung der E-Mobilität und des autonomen Fahrens mit der erforderlichen Infrastruktur ist als große (fach-)politische Herausforderung zu betrachten. Gleichzeitig bieten Digitalisierung und neue Mobilitätsdienstleistungen komfortable Angebote zur Kombination verschiedener Verkehrsträger und zur Stärkung des Umweltverbundes.

Wie die Mobilität der Zukunft aussehen könnte

In den Städten entscheiden sich viele Menschen bewusst für eine umweltfreundliche Mobilität. Es wächst die Akzeptanz für einen grundlegenden Politikwechsel. In den Kommunen werden bereits vielfältige Schritte zu einer klima- und umweltverträglicheren, nachhaltigen und post-fossilen Mobilität umgesetzt. Im Modal Split, d. h. in der Verkehrsmittelwahl, soll der Anteil der umweltfreundlichen Verkehrsträger deutlich zulasten des MIV erhöht werden. Dazu sind einige Maßnahmen unverzichtbar, wie

  • erweiterter Netzausbau
  • Verbesserung der Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur
  • verbesserte Umsteigeangebote
  • weiterer Ausbau eines intelligenten Verkehrsmanagements.

In der nutzungsgemischten „Stadt der kurzen Wege“ wird Verkehr wirksam vermieden. Dazu werden nachhaltige Mobilitätskonzepte (SUMP – Sustainable Urban Mobility Plans) erarbeitet, die nicht nur Aussagen zum Mobilitätsmanagement, zur Verkehrsorganisation und zur Verkehrsinfrastruktur treffen, sondern auch zur „fairen Teilung“ des Straßenraums und zu geeigneten Beteiligungsverfahren bei Planung und Umsetzung. Hier können neue Ideen für Quartiere entstehen.

Im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik werden z. B. in den Themenpartnerschaften bei der Umsetzung der Urbanen Agenda für die EU beispielhafte nachhaltige Mobilitätskonzepte entwickelt, die als Best-Practise-Projekte in der Fachöffentlichkeit diskutiert werden. Ebenso werden gute Erfahrungen aus innovativen Pilotprojekten z. B. zu Bürgerwettbewerben für eine nachhaltige Mobilität bereits praktisch angewendet.