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Nationale Stadtentwicklungspolitik

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Tom Werner via Getty Images

Städtebau und öffentlicher Raum

Wir alle begegnen uns im öffentlichen Raum unserer Städte und Gemeinden. Geprägt wird er durch unsere Nutzung und seine städtebauliche Gestalt. Wie können Planungs- und Baukultur dazu beitragen, dass öffentliche Räume die Ziele und Werte unseres Gemeinwesens spiegeln, Identität stiften und unser gesellschaftliches Zusammenleben fördern?

Den öffentlichen Raum gestalten

Eine grundlegende Eigenschaft der europäischen Stadt ist ihr öffentlicher Raum. Ist er frei zugänglich, sicher und gut gestaltet, ermöglicht er gleichberechtigte soziale Begegnungen. Er stiftet Identität, ermöglicht soziale Teilhabe und schafft Zugehörigkeit. Für das gesellschaftliche Zusammenleben ist der öffentliche Raum seit jeher zentral wichtig: Hier wird auch weiterhin für die eigene politische Position eingestanden und Gesicht gezeigt.

Der öffentliche Raum wird nicht nur durch die vielfältige Nutzung der Menschen, sondern stark auch durch die städtebauliche Gestalt geprägt – als ein Zeugnis der Baukultur, die oft seit vielen Jahrhunderten besteht. Den Spagat zwischen geschichtlicher Identität, Authentizität und Qualität einerseits und neuen Anforderungen an die zukunftsfähige Stadt andererseits zu leisten, ist eine große Herausforderung für die Planungs- und Baukultur. Zentrale Fragen zum Thema sind:

  • Wie wird der öffentliche Raum mit seiner Vielzahl an Funktionen organisiert und hochwertig gestaltet?
  • Was ist eine „gerechte Verteilung“?
  • Wie kann der öffentliche Raum inklusiv sein?
  • Welche Rolle spielen Kommerzialisierung und Überwachung?
  • Wie sieht das richtige Maß von Dichte und Freiraum aus?

Planungs- und Baukultur: Im Dialog

All das kann und muss in einer Stadt als ein Beitrag für das Gemeinwohl offen diskutiert und vereinbart werden. Transparente Wettbewerbsverfahren, Planungswerkstätten und ein kontinuierlicher Dialog zur Funktion und Gestalt des öffentlichen Raums und des Städtebaus ermöglichen einen kreativen Auseinandersetzungsprozess, schaffen ausgewogene Ergebnisse und stehen für eine gute Planungs- und Baukultur.

Baukultur betrifft die gesamte gebaute Umwelt und das Zusammenspiel aller Beteiligten. Dabei sollte die öffentliche Hand als Bauherr mit Verantwortung eine Vorbildfunktion auch für stadtbildprägende und imagebildende Vorhaben privater Träger einnehmen – im Hochbau ebenso wie bei der Gestaltung des öffentlichen Raums. Zusätzlich ist die Qualität aller Planungs- und Bauprozesse abzusichern (z. B. durch Leitlinien) und baukulturelle Bildung zu unterstützen. Denn letztlich entstehen lebenswerte Wohnquartiere und ein wertgeschätzter öffentlicher Raum durch eine aktive Nutzung. Dazu sollte er gut gestaltet sein und auf den fortlaufenden Nutzungswandel dynamisch reagieren können. Dabei sollten neue Nutzungsanforderungen, wie z. B. Infrastrukturen für neue Mobilitätsformen, immer auch mit großer Verantwortung für die Geschichte der Stadt und deren Bedeutung für zukünftige Generationen eingeordnet werden.

Die Nationale Stadtentwicklungspolitik ist als offenen Plattform, Netzwerk- und Innovationsforum unverzichtbarer Rahmen und Teil der Planungs- und Baukultur in Deutschland. Sie will das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung der Baukultur, für die Vorteile eines nachhaltigen Städtebaus und für die Funktionen des öffentlichen Raums stärken.