Alle Neuigkeiten im Blog mehr erfahren

Nationale Stadtentwicklungspolitik

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

Erlauben

Navigation und Service

Foto: Endboss

Rahmenprogramm „Living the City”: ENDBOSS „Rollende Re(d)action”

Die Ausstellung „Living the City“ wird von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm begleitet. So wurde ein großer weißer Doppeldeckerbus von ENDBOSS für zwei Tage zum rollenden Workshop-Space und Redaktionssitz für ein Instant Magazine.

ENDBOSS – das sind zehn junge Menschen aus den Bereichen Architektur, Urbanistik, bildende Kunst, Literatur, Sozialwissenschaft und Ökonomie mit Sitz in Hannover. Sie begreifen sich als Komplizinnen und Komplizen im Feld der Stadtentwicklung und lösen gemeinsam Fragestellungen rund um den öffentlichen Raum. Dabei treffen sie auf unterschiedlichste Menschen. Egal ob Seniorin oder Senior, Skaterin oder Skater – ENDBOSS erarbeitet individuell zugeschnittene Methoden für vielfältige Situationen.

Mit dem Doppeldeckerbus – Baujahr 1979 – wuchs das Team 2015 um ein neues multifunktionales Mitglied. Gemeinsam durchquerten sie in den vergangenen Jahren Europa, waren beispielsweise in Madrid, Zagreb, Prag oder Kopenhagen. Für die Ausstellung „Living the City“ verwandelte sich der Bus unter der Leitung der ENDBOSS-Mitglieder Robin Höning und Ivana Rohr am 17. und 18. Oktober 2020 zur rollenden Redaktion.

Mit dem Ziel, ein Instant Magazin zu produzieren, begaben sich die Teilnehmenden im ersten Teil des Workshops auf einen Road-Trip durch Berlin. Die Bustour führte die Gruppe an verschiedene Orte und öffnete so diverse städtische Kontexte. Durch die Größe des Doppeldeckers erhielten die Redaktionsmitglieder eine ungewohnte Perspektive auf die Stadt und konnten so neue Dinge in den Blick nehmen. Dabei waren die Beobachtungsweisen so vielfältig wie die Teilnehmenden selbst.

Während ihrer Fahrt durch die Berliner Stadtteile Neukölln, Treptow, Tiergarten und Prenzlauer Berg sammelten die Teilnehmenden Eindrücke zu Fragen, die niemand gestellt hat – Fragen mit politischem, kulturellem und sozialem Fokus.

Die Impressionen der rollenden Redaktion wurden fotografisch festgehalten und im zweiten Teil des Workshops zusammen mit weiteren Elementen wie eigenem Text, Stempeln oder Bildmotiven aus Magazinen zu Collagen kombiniert und im Anschluss gedruckt. An der eigens für den Workshop gebauten Print-Station verwandelte ein Risograph, dessen Druckverfahren, ähnlich wie das des Siebdrucks mit einer Masterfolie funktioniert, die Collagen zu einem einzigartigen Magazin.

Die freie Aufgabenstellung ermöglichte einen individuellen Blick auf die Stadt, der sich in den Ergebnissen des Workshops widerspiegelt. Das fertige Magazin, welches in einer limitierten „Living the City Edition“ mit einer Auflage von 130 durchnummerierten Exemplaren produziert wurde, macht so die Eindrücke der Stadtexkursion der besonderen Art zugänglich.

Mit dem Workshop im Rahmen der Ausstellung machen die Veranstaltenden deutlich, dass nicht nur Expertenwissen gefragt ist, um auf urbane Fragestellungen und Probleme aufmerksam zu machen, oder Veränderungen in der Stadt vorzunehmen. Partizipation und Einflussnahme bergen viel Potenzial für die Gestaltung der Städte der Zukunft. „Das macht es eigentlich besonders, wenn sich jede/r als aktiven Teil der Stadt begreift und versteht, dass man seinen Lebensraum selbst mit gestalten kann“, so Ivana Rohr von ENDBOSS über das Projekt.

Eindrücke vom Workshop und mehr über das Projekt bietet die filmische Dokumentation im Programmarchiv von „Living the City“. Auf der Ausstellungswebsite, auf Vimeo und in unserer Mediathek gibt es darüber hinaus weitere Filmclips, Veranstaltungsmitschnitte sowie Eindrücke und Stimmen aus der Schau.

Veroeffentlichungsdatum

Themenfeld

  • koproduktion
  • sozialer-zusammenhalt
  • bildung-und-kultur