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Nationale Stadtentwicklungspolitik

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Zwei Dutzend Menschen stehen in lockeren Gruppen auf einer Wiese vor einem mit bunten Bildern und Schirmständern verzierten Holzbau und einem Wohngebäude im Hintergrund.

Arrival StadtLand Thüringen

Modelle einer neuen Integrations- und Baukultur im Freistaat Thüringen als Ort des Ankommens und Bleibens

Idee und Ziele

Thüringen weist seit Anfang der 1990er Jahre einen Bevölkerungsrückgang auf, weshalb Zuwanderung einen wichtigen Impuls für die zukünftige Entwicklung darstellen kann. Die Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen suchte deshalb im Rahmen des Projektaufrufs „Arrival StadtLand“ im Jahr 2016 nach Menschen, Orten und Ideen in ganz Thüringen, die Migration und Vielfalt als Chance begreifen und aktiv gestalten wollten. Aus dem Aufruf sind drei IBA Vorhaben in Erfurt, Gera und Saalfeld hervorgegangen, die Raum von vielen für viele gestalten und damit bewusst ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Weltoffenheit und Stärkung des Zusammenlebens in Stadt und Land setzen.

„Die Integration von geflüchteten Menschen ist ein vielschichtiger, zeitaufwendiger, aber auch lohnender Prozess für alle Beteiligten.“ (Mirjam Kruppa, Beauftragte des Freistaats Thüringen für Integration, Migration und Flüchtlinge; Quelle: PM vom 4.5.2016 zu Projektaufruf)

Projektträger

Internationale Bauausstellung Thüringen GmbH

Website

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Förderprogramm

Pilotprojekt

Zeitraum

Status

Status: Abgeschlossen

Themenfeld

  • sozialer-zusammenhalt
  • staedtebau-und-oeffentlicher-raum

Zuletzt aktualisiert

Umsetzung

Der von den Projektverantwortlichen als LEERGUT bezeichnete Leerstand zahlreicher ortsbildprägender Gebäude spielte für die Umsetzung der Vorhaben in allen drei Städten eine wichtige Rolle. So wurde in Erfurt ein leerstehendes städtisches Bürogebäude zu einer Containerunterkunft für Flüchtlinge im Norden der Stadt genutzt. Flüchtlinge und Migranten, aber auch alle Erfurter sollten das Projekt selbstbestimmt als „Wir Labor“ mitentwickeln. Ziel war die inklusive und integrative Entwicklung eines neuen gemeinschaftlichen Produktions- und Werkstatthauses für eine nachhaltige Willkommenskultur und als neues Stadtteilzentrum von allen für alle.

In Gera wurde eine leerstehende Mädchenschule aus dem 19. Jahrhundert zu einem freien, weltoffenen Kulturzentrum entwickelt. Das Gebäude stellt auch Mietflächen für das Bildungszentrum der Thüringer Landesmedienanstalt sowie Wohnungen für Studierende, Schüler und Geflüchtete bereit.

Die Stadt Saalfeld machte es sich mit dem Bildungszentrum und vielen weiteren Partnern zur Aufgabe, ein Stadtrandquartier integrativ zu entwickeln. Hier schufen die Partner mit den Bewohnerinnen und Bewohnern im Selbstbau neuartige Werk- und Freiräume für die alten und neuen Nachbarn, aber auch für die Kreativen aus der Region, um deren Handlungsoptionen zu erweitern und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.

Die IBA Thüringen hat die Modellprojekte in einem Coachingprozess begleitet. Für einen möglichst partizipativen Planungs- und Projektentwicklungsprozess wurden zivilgesellschaftliche und kommunale Akteure genauso wie Politik und Wirtschaft umfassend eingebunden.

Ergebnisse

Anhand der drei ausgewählten Beispiele wurde deutlich, welch große Rolle offene und öffentliche Räume für die Integration, Inklusion und Teilhabe spielen. Stadt- und Raumentwicklung unterliegen dabei einem steten Prozess, von der ersten Idee bis zu Realisierung vergehen mehrere Jahre. Mit Ende der Förderphase aus der Gemeinschaftsinitiative Nationale Stadtentwicklungspolitik im Jahr 2019 endeten die Projekte und die Zusammenarbeit mit der IBA Thüringen daher nicht. Noch bis 2023 begleitet die IBA Thüringen ihre Projektpartner im Aufbau und der Umsetzung der Projekte.

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